Grundlagen der Animation: In der Zeitleiste navigieren und Marker verwenden

Tutorials 17. September 2015 – 0 Kommentare

Wir hatten bereits über die Navigationsicons in der rechten oberen Ecke der Zeitleiste gesprochen. Diese können wie in den Editoransichten zum Verschieben und Zoomen genutzt werden. Auch die Tastenkürzel 1 und 2, bzw. das Scrollrad Ihrer Maus können alternativ genutzt werden. Wie in den Editoransichten existieren aber noch zusätzliche Funktionen, die z. B. die automatische Zentrierung der Zeitleiste auf eine Key-Selektion oder das Anzeigen aller Keyframes ermöglichen (siehe Abbildung 1.52).

Links oben die ursprüngliche Darstellung. Rechts oben Alles anzeigen, links unten Selektierte anzeigen, rechts unten Auf aktuelles Bild zentriere

Abbildung 1.52: Links oben die ursprüngliche Darstellung. Rechts oben Alles anzeigen, links unten Selektierte anzeigen, rechts unten Auf aktuelles Bild zentrieren

Mithilfe dieser Icons können Sie schnell die Keyframes der gesamten Animation oder der aktuellen Key-Selektion in der Zeitleiste darstellen lassen. Beides betrifft jedoch nur die Anpassung auf den Zeitbereich.

Sind viele animierte Objekte vorhanden, muss der Inhalt der Zeitleiste noch immer senkrecht verschoben werden, um die hierarchisch tiefer liegenden Elemente und deren Keyframes zu sehen. Zudem werden dadurch nicht automatisch die Spur-Verzeichnisse aufgeklappt. Das dritte Icon dieser Befehlsgruppe zentriert die Ansicht auf die aktuelle Position des Zeitreiters. Im Beispiel der Abbildung 1.52 ist dies das Bild 16. Dabei wird die Animation in der Zeitleiste also nur seitlich verschoben und nicht zusätzlich vergrößert dargestellt.
Falls Sie sich mit Tastenkürzeln anfreunden können, merken Sie sich die Taste H für die Funktion zum Anzeigen der gesamten Animationslänge in der Zeitleiste, die Taste S zum Zoomen auf die selektierten Keyframes und die Taste O zum Zentrieren der Zeitleiste auf die aktuelle Zeit.

1.2.4 Marker verwenden

Mit zunehmender Komplexität einer Animation wird es immer schwieriger, die einzelnen Phasen einer Animation optisch trennen zu können. Bei derartigen Projekten können Marker helfen, als virtuelle Trennlinien in der Animation für Ordnung zu sorgen. Die Marker selbst verändern die Animation also nicht, sondern sollen uns nur bei der Strukturierung helfen.
Das Setzen und Entfernen von Markern kann z. B. direkt über die drei Icons im oberen Teil der Zeitleiste erfolgen (siehe Abbildung).

Marker

Die einfachste Anwendung ist dabei das Platzieren eines neue Markers auf der aktuellen Zeitposition (siehe Abbildung 1.53).

Marker lassen sich auf der aktuellen Zeitposition platzieren und über den Attribute-Manager mit individuellen Kommentaren versehen

Abbildung 1.53: Marker lassen sich auf der aktuellen Zeitposition platzieren und über den Attribute-Manager mit individuellen Kommentaren versehen

Ein Klick auf das entsprechende Icon (Marker auf aktuelles Bild setzen) setzt einen neuen Marker, der erst nach dem Verschieben des Zeitreiters in ganzer Pracht zu sehen ist: Ein gelber Quader mit einer senkrechten Linie unterhalb. Ein Klick auf den gelben Quaders des Markers lässt zusätzliche Parameter im Attribute-Manager erscheinen. Auch diese sind in Abbildung 1.53 zu sehen.

Dort können Sie den Marker individuell benennen, auf eine andere Position versetzen oder Notizen hinterlassen. Ist die Aufgabe-Option aktiviert, tauchen diese Notizen auch in der Zu erledigen-Liste der Projekt-Voreinstellungen auf und können so genutzt werden, um dort z. B. Hinweise zu noch zu erledigenden Änderungen an einer Animation zu hinterlegen. Sie kennen dieses Prinzip bereits von den Zu erledigen-Tags im Objekt-Manager. Schließlich lassen sich Marker auch noch in das Ebenen-System von Cinema 4D einordnen. Ansonsten können Marker aber auch direkt mit der Maus in der Zeitleiste verschoben werden. Zudem können neue Marker direkt durch einen Strg/Ctrl-Klick in die untere Hälfte des Zeitstrahls der Zeitleiste gesetzt werden. In diesem Bereich lässt sich mit der Maus auch ein Selektionsbereich aufziehen, durch den sich dann mehrere Marker auswählen und anschließend z. B. verschieben lassen. Wie in Abbildung 1.54 zu sehen, können auch gleich zwei Marker auf einmal gesetzt werden.

Der aktuell sichtbare Zeitabschnitt lässt sich durch Marker flankieren.

Abbildung 1.54: Der aktuell sichtbare Zeitabschnitt lässt sich durch Marker flankieren.

Mithilfe des mittleren Marker-Icons wird der aktuell in der Zeitleiste sichtbare Zeitbereich von Markern begrenzt (Marker auf Ansichtsgrenzen setzen). Dabei kann es jedoch zu Ungenauigkeiten bei der Platzierung kommen. Natürlich lassen sich überzählige Marker auch wieder entfernen. Dazu ziehen Sie den Marker nach oben, bis ein rotes Kreuz erscheint (siehe Abbildung 1.55).

Durch Ziehen eines Markers nach oben kann dieser wieder entfernt werden.

Abbildung 1.55: Durch Ziehen eines Markers nach oben kann dieser wieder entfernt werden.

Nach dem Lösen der Maustaste wird der Marker entfernt. Zum Entfernen aller Marker kann auch das Marker-Icon mit dem Minuszeichen benutzt werden (Alle Marker löschen).

Mit scharfem Blick können Sie die Marker übrigens auch in der kleinen Zeitleiste unterhalb der Editoransichten erkennen. Dort sind diese als kurze, gelbliche Striche in der oberen Hälfte des Zeitstrahls zu sehen (siehe Abbildung 1.56).

Marker werden auch in die kleine Zeitleiste eingetragen

Abbildung 1.56: Marker werden auch in die kleine Zeitleiste eingetragen

Das Selektieren, Verschieben oder Löschen der Marker ist dort jedoch nicht möglich. Wer mag, kann jedoch durch Betätigen der Leertaste auch hier neue Marker an die aktuelle Zeit-Position setzen, sofern die kleinen Zeitleiste aktiv ist.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium zur Animation von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette C4D-Kompendium mit über 950 Seiten Know-how als Download (PDF) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium – Die Animation.

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