Grundlagen der Animation: Die Keyframe-Animation – Teil 3

Tutorials 4. September 2015 – 0 Kommentare

Animationen editieren

Sie haben nun bereits eine Menge über Keyframes gelernt. Sie wissen, wie sich diese erstellen lassen und wie die Interpolation der Werte zwischen den Keyframes beeinflusst werden kann. Was jedoch, wenn ein Keyframe fälschlich gesetzt wurde, der dort gespeicherte Wert ersetzt werden soll oder das Zeitverhalten der Animation verändert werden muss?
Grundsätzlich hatten wir bereits besprochen, dass Sie Keyframes so editieren können, dass Sie zuerst das entsprechende Objekt selektieren und dann in der kleinen Zeitleiste den Zeitreiter zur Position des Keys verschieben, das editiert werden soll. Im Attribute-Manager können Sie dann in die Koordinaten-Rubrik wechseln und dort z. B. die aktuellen Werte für Position, Größe und Winkel einsehen. Innerhalb des Keyframes gespeicherte Parameter werden durch einen roten Punkt vor dem Parameter gekennzeichnet. Geht es nur um das Editieren eines Keywerts, tragen Sie einfach den neuen Wert in das entsprechende Feld ein und führen erneut einen Klick auf den Kreis vor dem Wert aus. Alternativ hierzu können Sie auch das Keyframe direkt in der kleinen Zeitleiste durch Anklicken selektieren. Im Attribute-Manager erscheint dann ein Feld für den Keywert, das direkt editiert werden kann (siehe Abbildung 1.18).

Editieren von Keywert und Keyzeit eines selektierten Keyframes

Abbildung 1.18: Editieren von Keywert und Keyzeit eines selektierten Keyframes

Wir hatten ebenfalls bereits darüber gesprochen, dass dieses Keywert-Feld nicht immer hilfreich ist, denn es kann nur einzelne Werte und z. B. keine Vektorwerte anzeigen. Der zuerst genannte Weg über die Nutzung der Koordinaten-Rubrik eines Objekts ist daher in der Regel zu bevorzugen. Was jedoch in jedem Fall perfekt funktioniert, ist der Wert für die Keyzeit. Darüber können Sie das selektierte Keyframe präzise in der Zeit positionieren.

Position-Keyframes können direkt im Editor editiert werden

Abbildung 1.19: Position-Keyframes können direkt im Editor editiert werden

Besonders intuitiv ist das Editieren von Position-Keyframes möglich, denn diese können direkt in den Ansichtsfenstern mit dem Verschieben-Werkzeug verschoben werden, um z. B. die Flugbahn eines animierten Objekts anzupassen. Dies sehen Sie beispielhaft auf der linken Seite der Abbildung 1.19. Dort wurde ein Würfel mit drei Position-Keyframes animiert. Das mittlere Keyframe wird dort in der Abbildung direkt mit der Maus verschoben. Wurden für das Keyframe die Optionen Auto-Tangente und Abschneiden ausgeschaltet, erscheinen am angeklickten Key sogar die Tangenten der Animationsbahn direkt im Editor und können dort ebenfalls bearbeitet werden. Dies ist auf der rechten Seite der Abbildung 1.19 zu sehen. Voraussetzung dafür ist natürlich die Nutzung der Spline-Interpolation für die Keyframes, da sonst keine Tangenten zur Verfügung stehen.

Voreinstellung für die Darstellung des Animationspfads

Abbildung 1.20: Voreinstellung für die Darstellung des Animationspfads

Neben den blockhaft im Editor dargestellten Keyframes können Sie in Abbildung 1.19 auch den Animationspfad erkennen, der die Flugbahn des Objekts anzeigt. Diese Kurve ist nur bei Position-Animationen zu sehen. Animierte Winkel oder Größen führen zu stationären Veränderungen am Objekt und können daher keine Kurven erzeugen. Sollte ein selektiertes, animiertes Objekt bei Ihnen keine derartige Kurve im Editor zeigen, überprüfen Sie die Voreinstellung für Animationspfad in den Ansichts-Voreinstellungen der Editoransichten. Sie finden diesen Menüpunkt in den Optionen. Standardmäßig ist diese Option jedoch aktiv. Wie bereits in Abbildung 1.19 zu erkennen, weist der Animationspfad einen Farbverlauf auf. Das helle Ende markiert immer den Anfang der Bewegung.

Der gesamte Animationspfad eines Objekts kann verschoben, gedreht oder skaliert werden

Abbildung 1.21: Der gesamte Animationspfad eines Objekts kann verschoben, gedreht oder skaliert werden

Das blaue Ende des Pfads steht für das Ende der Animation. Dieses Farbschema ist somit identisch mit dem von Spline-Objekten, so wie wir sie bereits in Band 1 des Kompendiums besprochen haben. Die schwarzen Punkte auf dem Pfad stehen für die Bilder der Animation. Bereiche, in denen die Punkte sehr eng beieinander liegen deuten also auf langsame Animationen hin. Große Lücken zwischen den Punkten kommen durch schnelle Bewegungen des Objekts zustande.

Das Anpassen einzelner Abschnitte einer Position-Animation ist also durch das direkte Verschieben der Keyframes im Editor möglich. Wie jedoch kann die gesamte Flugbahn eines Objekts verschoben oder gar gedreht oder skaliert werden?

Dazu bietet Cinema 4D einen eigenen Betriebsmodus an, der jedoch nicht über die bequemen Icons an der linken Layoutseite zu erreichen ist. Sie müssen dafür das Menü Werkzeuge > Modus aufrufen. Dort finden Sie dann den Betriebsmodus Animation (siehe auch die folgende Abbildung). Ist das animierte Objekt gleichzeitig selektiert, können Sie in diesem Modus den Animationspfad insgesamt verschieben, skalieren oder auch rotieren. Dazu benutzen Sie einfach die bekannten Werkzeuge von Cinema 4D. Dies ist sicherlich sehr praktisch, da nicht die individuellen Werte in den Keyframes editiert werden müssen.

Betriebsmodus

Was auf diese Weise jedoch nicht zu verändern ist, ist das Zeitverhalten der Animation. Sie können so also weder die Zeitabstände zwischen den Keyframes editieren, noch den Startpunkt der Animation dieses Objekts verändern. Dazu müssen Sie z. B. die kleine Zeitleiste unterhalb der Editoransichten benutzen. Ist das animierte Objekt ausgewählt, können Sie dort die Keyframes als kleine blaue Flächen am unteren Rand des Zeitstrahls erkennen. Durch Anklicken eines dieser Keyframes werden dessen Daten im Attribute-Manager angezeigt. Auf diese Weise können Sie dort z. B. die Keyzeit numerisch exakt ändern. Alternativ hierzu kann so eine Keyframe-Fläche auch direkt im Zeitstrahl mit der Maus verschoben werden. Wir sind darauf bereits eingegangen.

Um nun die gesamte Animation eines Objekts zu verschieben oder gar proportional langsamer oder schneller zu machen, müssten auf diese Weise alle Keyframes einzeln verschoben werden. Glücklicherweise gibt es dazu eine praktische Alternative. Es können nämlich auch mehrere Keyframes in der kleinen Zeitleiste selektiert werden. Platzieren Sie dabei den Mauszeiger am unteren Rand der Zeitleiste und halten Sie die linke Maustaste gedrückt. Sie können nun den Mauszeiger über die Keyframes bewegen, die zusammen selektiert werden sollen. Diese Arbeitsschritte sind in den oberen beiden Bildern der Abbildung 1.22 zu sehen. Die selektierten Keys werden anschließend orangefarben eingefärbt. Zusätzlich erscheint ein hellgraues Band zwischen den selektierten Keyframes. Durch einen gehaltenen Klick in dieses Band können die selektierten Keys zusammen verschoben werden. Dies ist in der unteren Einblendung von Abbildung 1.22 dargestellt. Alternativ dazu können Sie zusätzliche die Shift-Taste halten. Das graue Band lässt sich dann unabhängig von den Keys verschieben.

Mehrere Keys lassen sich mit gehaltener Maustaste selektieren und anschließend gemeinschaftlich verschieben.

Abbildung 1.22: Mehrere Keys lassen sich mit gehaltener Maustaste selektieren und anschließend gemeinschaftlich verschieben.

Um die Abstände zwischen den Keyframes zu verändern, die Animation also insgesamt gleichmäßig langsamer oder schneller zu machen, klicken Sie auf die kleinen grauen Kästen an den Enden des selektierten Bereichs. Diese Flächen wurden in der obersten Einblendung von Abbildung 1.23 rot hervorgehoben. Durch Ziehen mit der Maus bei gleichzeitig gehaltener linker Maustaste können Sie nun die Abstände zwischen den selektierten Keyframes wahlweise vom linken oder rechten Rand der Selektion aus skalieren. Damit dabei das jeweils andere Ende der Selektion still stehen bleibt, der Anfang oder das Ende der Animation also nicht ebenfalls zeitlich wandern, können die kleinen grauen Kästen an den Enden einer Selektion an den Keyframes eingerastet werden. Dazu halten Sie während des Verschiebens eines dieser Kästen zusätzlich die Shift-Taste gedrückt. In der mittleren Einblendung von Abbildung 1.23 sehen Sie das Resultat: Der selektierte Bereich beginnt und endet präzise mit den selektierten Keyframes. Die unterste Einblendung der Abbildung zeigt beispielhaft, wie nun die selektierten Keys vom Ende her skaliert werden können.

Proportionales Skalieren selektierter Keyframes

Abbildung 1.23: Proportionales Skalieren selektierter Keyframes

Der Anfang der Animation bleibt dabei durch das vorherige Einrasten der kleinen grauen Kästen statisch. Um eine Selektion mehrerer oder auch einzelner Keys wieder aufzulösen, klicken Sie einfach einmalig vor das erste oder hinter das letzte selektierte Keyframe. Der Klick muss auch hierbei wieder am unteren Rand der Zeitleiste ausgeführt werden. Ansonsten springt nur der Zeitreiter zur angeklickten Position.
Erweiterter Modus

Neben dem bisher beschriebenen Erscheinungsbild der Keyframes als kleine blaue Kästen am unteren Rand der Zeitleiste existiert noch ein weiterer Modus. Diesen erreichen Sie nach einem Rechtsklick in den Zeitstrahl und die Auswahl von Optionen > Erweiterter Modus (siehe auch Abbildung 1.24).

Das Kontextmenü der kleinen Zeitleiste und der erweiterte Modus

Abbildung 1.24: Das Kontextmenü der kleinen Zeitleiste und der erweiterte Modus

In diesem Modus erscheinen die Keyframes als durchgehende Striche, die die gesamte Höhe des Zeitstrahls annehmen. Was die Selektion dieser Keyframes angeht, so gibt es zum vorherigen Modus den Unterschied, dass beim Selektieren einzelner Keys oder dem Aufziehen bzw. Löschen eines Selektionsrahmens im Zeitstrahl, generell die Shift-Taste zu halten ist. Dieser erweiterte Modus bietet jedoch noch einige zusätzliche Vorteile. So finden Sie im gleichen Kontextmenü noch zusätzliche Optionen, wie mit der Darstellung der unterschiedlichen Key-Arten für Positionen, Größen und Winkel umzugehen ist. Mit der Einstellung Kein Auftrennen werden alle Keyframe-Arten optisch gleich, als blaue Linien dargestellt. Sie können also nicht unmittelbar erkennen, welche Informationen die Keyframes enthalten. Ganz anders bei der Option PGW-Keys auftrennen.

Das Kürzel PGW steht dabei für Position, Größe und Winkel. Diese Option bewirkt, dass die verschiedenen Keys auch unterschiedlich eingefärbt angezeigt werden. Wie in Abbildung 1.25 zu sehen, werden Positionen als kurze rote, Größen als kurze grüne und Rotationen als kurze blaue Striche angezeigt. Dies ist natürlich recht praktisch, wenn Ihre Animation mehrere Keyframe-Arten verwendet.

Darstellung bei PGW-Keys auftrennen

Abbildung 1.25: Darstellung bei PGW-Keys auftrennen

Etwas anders funktioniert die Option Vektor-Keys auftrennen. Hier wird in der Darstellung nicht zwischen den Keyframe-Typen unterschieden, sondern welche Vektoranteile darin gespeichert werden. Eine vollständige Position, ein kompletter Drehwinkel oder eine Objektgröße enthalten normalerweise immer je einen X-, einen Y- und einen Z-Anteil. So ist es am Beispiel der Abbildung 1.26 ebenfalls zu erkennen, nur dass dort die vormals blauen Striche dreigeteilt erscheinen. Der rote Strich steht für einen X-, der grüne für einen Y- und der blaue Strich für einen Z-Anteil eines Vektors. Wenn Sie also z. B. nur die Y-Koordinate einer Position oder nur den Z-Anteil eines Drehwinkels über die Koordinaten-Rubrik des Attribute-Managers als Keyframe gesichert haben, erscheinen in der kleinen Zeitleiste entsprechend nur einzelne kurze Striche.

Die X-, Y- und Z-Anteile der Keyframes können farbig hervorgehoben werden

Abbildung 1.26: Die X-, Y- und Z-Anteile der Keyframes können farbig hervorgehoben werden

Sowohl für den normalen, als auch für den erweiterten Modus gilt zudem, dass Sie die Art der Beschriftung für den Zeitstrahl anpassen können. Dazu finden Sie wieder nach einem Rechtsklick in den Zeitstrahl den Eintrag Optionen > Zeitformat anzeigen. Ohne diese Option sehen Sie nur die Bildnummern im Zeitstrahl. Mit aktiver Option hingegen wird Ihre Voreinstellung in den Programm-Voreinstellungen für die Animationseinheiten ausgewertet (zu finden in der Einheiten-Rubrik der Voreinstellungen). Haben Sie dort Bilder ausgewählt, wird zusätzlich das Kürzel B in den Zeitstrahl eingeblendet. Zusätzlich fällt die Beschriftung gröber aus, die Lücken zwischen den Beschriftungen werden also größer. Entsprechend verhält es sich mit den Voreinstellungen Sekunden und SMPTE. Die verschiedenen Animationseinheiten sind in Abbildung 1.27 zu sehen.

Die Beschriftung des Zeitstrahls kann an die Animationseinheiten aus den Programm-Voreinstellungen angepasst werden.

Abbildung 1.27: Die Beschriftung des Zeitstrahls kann an die Animationseinheiten aus den Programm-Voreinstellungen angepasst werden.

Abschließend zu dem Thema des erweiterten Modus sei noch erwähnt, dass Sie dort das Abspielen der Animation direkt durch einen Doppelklick in den Zeitstrahl auslösen können. Ein erneuter Doppelklick stoppt die Wiedergabe wieder.

Keyframes löschen, kopieren und einfügen

Selektierte Keyframes lassen sich problemlos durch Betätigung der Entf.- oder Backspace-Tasten auch wieder löschen. Alternativ hierzu finden Sie nach einem Rechtsklick in die Zeitleiste auch einen Löschen-Befehl. Im gleichen Kontextmenü finden sich ebenfalls die gewohnten Befehle zum Ausschneiden, Kopieren und Einfügen von Keyframes wieder.

Kopierte oder ausgeschnittene Keys werden an der Position des Zeitreiters in den Zeitstrahl eingesetzt. Ansonsten kann auch In die Auswahl einfügen genutzt werden. Das neue Keyframe wird dann mittig in den selektierten Bereich eingesetzt. Oft praktischer beim Kopieren und Einfügen von Keys ist jedoch die Nutzung der Strg/Ctrl-Taste. Halten Sie diese zusätzlich zur linken Maustaste während Sie ein oder mehrere selektierte Keyframes verschieben, so werden automatisch Kopien dieser Keyframes erzeugt und gleichzeitig mit der Maus verschoben. Das Prinzip entspricht also z. B. dem Duplizieren von Objekten im Objekt-Manager.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Einfügen kopierter Keyframes interessant ist Optionen > Ripple-Bearbeitung im Kontextmenü der kleinen Zeitleiste. Ist dieser Modus aktiv, werden Keyframes so in die Zeitleiste eingefügt, dass die nachfolgenden Keyframes dadurch verschoben werden. Dies eignet sich also sehr gut dafür, neue Animationen in eine bereits bestehende Animation einzuführen. Nach dem eingefügten Abschnitt fährt die alte Animation dann mit der ursprünglichen Geschwindigkeit fort.

Sie sehen dazu in Abbildung 1.28 ein einfaches Beispiel.

Kopierte Keys können entweder normal eingefügt werden oder mithilfe der Ripple-Option nachfolgende Keyframes beim Einfügen verschieben.

Abbildung 1.28: Kopierte Keys können entweder normal eingefügt werden oder mithilfe der Ripple-Option nachfolgende Keyframes beim Einfügen verschieben.

Dort wurden vier Keyframes am Anfang der Animation selektiert und in die Zwischenablage kopiert. In der mittleren Einblendung sehen Sie, wie der Zeitreiter an die gewünschte Position verschoben wurde und die Keys dort wieder eingefügt wurden. Ein später platziertes Keyframe bei Bild 60 wurde dadurch nicht verändert. Ein anderes Resultat ergibt sich, wenn die Option Ripple-Bearbeitung aktiv ist (siehe auch die folgende Abbildung). Durch das Einfügen der Keys am aktuellen Zeitpunkt verschieben sich die nachfolgenden Keys entsprechend.

Kopierte Keys können entweder normal eingefügt werden oder mithilfe der Ripple-Option nachfolgende Keyframes beim Einfügen verschieben.

Keyframes neu positionieren

Lassen Sie uns weiter durch das Kontextmenü der kleinen Zeitleiste streifen. Dort finden sich unter dem Eintrag Bearbeiten noch weitere Befehle. Umdrehen führt dazu, dass die Reihenfolge der selektierten Keys umgedreht wird. Die Animation läuft dadurch praktisch rückwärts. Die eigentlichen Keywerte werden dabei also nicht verändert, nur die Keyzeiten.
Nach links verschieben und Nach rechts verschieben funktionieren ähnlich. Die selektierten Keys werden in Richtung des jeweiligen Rands des Zeitstrahls verschoben, also entweder zum Anfang oder an das Ende der Animation. Die Zeitabstände zwischen den selektierten Keys bleiben dabei konstant (siehe auch Abbildung 1.29). Lassen Sie sich nicht davon irritieren, wenn einige der verschobenen Keys nicht mehr selektiert dargestellt werden. Es bleiben nur die Keys selektiert, die auch nach dem Verschieben noch in dem vormals selektierten Zeitbereich liegen.

Beispielhafte Verschiebung selektierter Keys nach rechts

Abbildung 1.29: Beispielhafte Verschiebung selektierter Keys nach rechts

Der Befehl Füllen hingegen skaliert die aktuell selektierten Keyframes so, dass diese den gesamten sichtbaren Zeitstrahl abdecken (siehe Abbildung 1.30). Auch hierbei kann es dazu kommen, dass Keys anschließend nicht länger als selektiert angezeigt werden, obwohl der hell unterlegte Selektionsbereich noch immer auf deren Selektion hindeutet.

Oben vor, unten nach dem Füllen der selektierten Keyframes

Abbildung 1.30: Oben vor, unten nach dem Füllen der selektierten Keyframes

Sowohl bei den beiden Verschieben-Befehlen als auch beim Füllen kann es zu Ungenauigkeiten kommen. So konnte ich oft beobachten, wie Keys knapp hinter die Begrenzungen des Zeitstrahls verschoben wurden. Abbildung 1.30 zeigt dies beispielhaft für den Füllen-Befehl. Nach der Ausführung des Befehls ist auf der rechten Seite kein Keyframe mehr zu sehen. Dies wurde in diesem Fall bei Bild 102 platziert, obwohl die hintere Begrenzung des Zeitstrahls bei Bild 100 liegt. Ein kleiner Berechnungsfehler, der bei Nutzung dieser Befehle zu beachten ist.

Nutzen Sie die kleine Zeitleiste im erweiterten Modus, enthält das Bearbeiten-Menü innerhalb des Kontext-Menü noch einen weiteren Befehl, nämlich Quantisieren. Damit ist die exakte Platzierung der selektierten Keyframes auf Bildnummern gemeint. Im Prinzip könnten Keys nämlich auch zwischen den Bildern einer Animation gesetzt werden. Eingaben, wie z. B. 13.2 für eine Keyzeit sind also kein Problem. In der Regel möchten wir jedoch beim Durchschalten der Einzelbilder einer Animation auch exakt den in einem Keyframe gespeicherten Zustand sehen. Durch das Quantisieren springen die selektierten Keys automatisch auf die Bildnummern, die ihnen mathematisch betrachtet am nächsten sind.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium zur Animation von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette C4D-Kompendium mit über 950 Seiten Know-how als Download (PDF) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium – Die Animation.

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