Szenengestaltung und Rendering: Die Rendervoreinstellungen – Das finale Rendering starten – Der Bildmanager

Tutorials 7. Januar 2015 – 0 Kommentare

Sie wissen bereits, wie Sie Renderings im Editor starten können. Die finale Bildberechnung muss jedoch anders gestartet werden, um das Bild in der gewünschten Auflösung und Qualität sichern zu lassen. Dazu wählen Sie Rendern > In Bild-Manager rendern. Alternativ hierzu finden Sie auch ein entsprechendes Icon gleich rechts von Aktuelle Ansicht rendern oberhalb der Editoransichten. Nach einem kurzen Moment öffnet sich der so genannte Bild-Manager und Sie können dort den Fortschritt bei der Bildberechnung beobachten (siehe Abbildung 7.105).

CINEMA-4D - Rendern im Bild-Manager

Abbildung 7.105: Rendern im Bild-Manager

Der Bild-Manager

Der große Vorteil dieses Bild-Managers ist, dass die Szene zum Rendern in einen separaten Speicherbereich geladen wird. Dies bedeutet, dass Sie nun mit Ihrer Szene weiter arbeiten können oder dies gar bereits schließen können, ohne dadurch das Rendern zu beeinflussen!

Unterhalb des Vorschaubereichs, in dem Sie dem Bild oder den Einzelbildern einer Animation beim Rendern zusehen können, finden Sie einen Fortschrittsbalken sowie die bereits für die Berechnung verstrichene Zeit. Durch Eintragen eines Prozentwerts oder durch Auswahl aus dem kleinen Zoom-Menü links daneben, können Sie die Zoomstufe für die Betrachtung des Renderings wählen (siehe Abbildung 7.106).

CINEMA-4D - In das Rendering kann individuell gezoomt werden

Abbildung 7.106: In das Rendering kann individuell gezoomt werden

Durch Auswahl von An Fenster anpassen können auch Renderings mit großer Renderauflösung automatisch so verkleinert abgebildet werden, dass Sie vollständig im Bild-Manager zu sehen sind. Noch schneller geht dies durch einen Doppelklick auf das Rendering. Dies hat aber natürlich nichts mit der tatsächlichen Bildgröße zu tun, mit der das Bild nach dem Beenden des Renderings gesichert wird. Diese stellen Sie ausschließlich über die Ausgabe-Parameter der Rendervoreinstellungen ein.

Oben rechts im Bild-Manager sehen Sie den sogenannten Navigator, der ebenfalls eine verkleinerte Ansicht des aktuell fertiggestellten Renderings zeigt. Auch dort finden Sie einen Zoom-Prozentwert und erneut eine Schaltfläche, über die gängige Zoomstufen abgerufen werden können (siehe Mitte der Abbildung 7.106). Über einen Tabulator dahinter verborgen können Sie auch eine Histogramm-Funktion aufrufen. Dieser informiert Sie wahlweise über die Luminanz oder die RGB-Werte Ihres Renderings (siehe rechte Seite der Abbildung 7.106). Die Filter anzeigen-Option ist nur dann aktiv, wenn Sie auch die Filter-Funktion des Bild-Managers aktivieren. Dazu gleich mehr. Wo wir gerade beim Thema Farben sind, so ist sicherlich auch noch interessant für Sie, dass Sie durch Halten der Ctrl/Strg-Taste eine Pipette aufrufen können. Wenn Sie nun zugleich den Mauszeiger über das Rendering bewegen können Sie in der unteren Statuszeile des Managers die RGB-Werte absolut und prozentual ablesen.

Unterhalb des Navigator/Histogramm-Bereich finden Sie mehrere über Tabulatoren getrennte Bereiche. Wir schauen uns dort zunächst den Verlauf an. Dieser ist zeitlich zu verstehen und zeigt uns alle bereits gerenderten Bilder in einer Liste an. Neben einem kleinen Vorschaubild können Sie dort die Bilderrate (BPS), die Auflösung und die zur Fertigstellung benötigte Renderzeit ablesen. In der Spalte R zeigt ein farbiger Kreis den Zustand des Bilds an. Ist der Kreis grau, wurde das Bild zwar fertig berechnet, es liegt aber nicht mehr im Cache des Bild-Managers und kann daher auch nicht mehr dort angezeigt werden. Dies kommt vor allem vor, wenn Sie sehr viele Bilder gerendert haben oder diese eine hohe Auflösung verwenden. Dem Bild-Manager steht nur ein begrenzter Speicherbereich zur Verfügung um fertige Bilder anzuzeigen. Sie finden dazu eine Speichergrenze in den Programm-Voreinstellungen.

Bilder, die weiterhin im Speicher bereitgehalten werden, sind durch einen grünen Kreis gekennzeichnet. Solche Einträge können jederzeit angeklickt und erneut im Bild-Manager betrachtet werden. Dies funktioniert auch während noch ein anderes Bild gerendert wird. Das aktuell noch gerenderte Bild erhält einen gelblichen Kreis. Zudem fehlt dort auch noch das Vorschauicon in der entsprechenden Spalte des Verlaufs.

Besonders interessant an dieser Vorratshaltung bereits gerenderter Bilder ist, dass wir nun sehr komfortabel z. B. Testrenderings miteinander vergleichen können. Hat sich die Veränderung eines Parameters wie erhofft günstig ausgewirkt oder sollten wir besser zur alten Version der Einstellungen zurückkehren? Solche und ähnliche Fragestellungen lassen sich nun einfacher beantworten. Der Bild-Manager unterstützt uns dabei mit einem speziellen Modus, bei dem zwei Bilder gleichzeitig dargestellt werden können (siehe Abbildung 7.107).

CINEMA-4D - Der Bild-Manager ermöglicht den Vergleich zwischen gespeicherten Bildern

Abbildung 7.107: Der Bild-Manager ermöglicht den Vergleich zwischen gespeicherten Bildern

Führen Sie dazu einen Rechtsklick auf den Verlauf-Eintrag des ersten Bilds aus, das Sie vergleichen möchten. Es öffnet sich ein Kontextmenü, über das z. B. auch noch gespeicherte Einträge aus dem Cache gelöscht werden können (Bild entfernen). Uns interessiert hier aber mehr der Eintrag für Als A definieren. Es erscheint daraufhin der Buchstabe A im grünen Kreissymbol des Verlaufs. Ein erneuter Rechtsklick auf ein anderes Bild im Verlauf und die Auswahl von Als B definieren ergänzt den Buchstaben B im entsprechenden Kreis. Auf diese Weise können Sie immer sofort erkennen, welche Bilder nun miteinander verglichen werden. Über das Vergleichen-Menü des Bild-Managers hätten Sie ebenfalls die gleichen Befehle aufrufen können (siehe untere Abbildung).

CINEMA-4D - Bildvergleich

Dieses Menü hat aber noch mehr parat, denn sofern dort AB Vergleich aktiv ist, sollten Sie nun eine weiße Linie im Bild-Manager erkennen können, die Sie mit dem Mauszeiger über das Bild verschieben können. Dazu sollte zusätzlich Linie anzeigen im gleichen Menü angeschaltet sein. Die Option für Text (A,B) anzeigen ist ebenfalls nützlich, um über die zusätzliche Einblendung dieser Buchstaben an der Linie sofort zu erkennen, auf welcher Seite der Linie welches Bild zu finden ist. Mit AB tauschen kann die Position der markierten Bilder getauscht werden. Vert./Hor. tauschen verändert einen horizontalen Linienverlauf zu einer vertikalen Trennlinie und umgekehrt. Abbildung 7.107 zeigt so auf der rechten Seite z. B. eine vertikale Trennlinie mit zusätzlicher A/B-Benennung

Übrigens, die Vergabe der A- und B-Markierungen kann auch über die Tasten A und B auf Ihrer Tastatur erfolgen. Schneller geht es nun wirklich nicht mehr. Sogar der Vergleich von zwei verschiedenen Bildsequenzen, also von Animationen ist auf diesem Weg möglich. Dazu markieren Sie auf dem gleichen Weg sich entsprechende Bilder in zwei Bildsequenzen und aktivieren zusätzlich die Option Zweites animieren im Vergleichen-Menü des Bild-Managers. Ist das Bild einer Bildsequenz im Verlauf selektiert, bietet der Bild-Manager nämlich auch die typischen Abspiel-Symbole für Animationen an, so wie Sie diese bereits aus der Zeitleiste unterhalb der Editoransichten kennen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Bilder der Sequenzen alle im Cache des Bild-Managers liegen. Der Bild-Manager kann zwar auch Bilder wieder von der Festplatte laden, dann ist jedoch kein flüssiges Abspielen mehr möglich.

Als letzte Option bietet der Bild-Manager noch einen Differenz-Vergleich im Vergleichen-Menü an. Die Trennlinie fällt dabei weg. Stattdessen werden beide Bilder übereinander dargestellt. Nur die Unterschiede zwischen den Bildern werden als Pixelmuster sichtbar. Exakt identische Bereiche werden schwarz angezeigt.

Der Info-Bereich

In dieser Rubrik können Sie auch bei bereits gerenderten Bildern noch einmal einige Eckdaten nachlesen. Dazu gehören natürlich der Name der Datei, der Speicherort, die Farbtiefe, der Zeitpunkt der Fertigstellung, die Dateigröße, das Farbprofil und die zum Rendern benötigte Zeit. Unterhalb finden Sie zudem die Größenordnungen der Safe-Frames für Title-safe und Action-safe, sowie das Pixelverhältnis.

Der Ebenen-Bereich

Sie werden gleich noch lernen, dass Bilder über die Multi-Pass-Funktion in mehreren Ebenen gespeichert werden können. Im einfachsten Fall ist dies z. B. eine zusätzliche Alpha-Maske oder der Graustufenverlauf der Schärfentiefe. Alle Bestandteile eines Renderings werden in diesem Bereich aufgelistet. Ist die Option Bild angeschaltet, zeigt der Bild-Manager jedoch in jedem Fall nur das gerenderte Bild an. Möchten Sie den Inhalt der einzelnen Bildebenen separat betrachten, aktivieren Sie die Einfacher Pass-Option und klicken Sie auf die entsprechende Ebene in der Auflistung darunter. Ist die Option für Multi-Pass aktiv, können Sie die Augensymbole vor den Ebenen zum An- und Ausschalten verwenden, oder über die Mischmodi und Stärke-Regler gar direkt mit der Postproduktion loslegen und das Bild neu zusammenmischen.

Die folgenden Abbildungen machen noch einmal den Unterschied zwischen diesen verschiedenen Modi an einem Beispiel deutlicher. Dort wurde eine Taschenlampe mit verschiedenen Multi-Passes berechnet. Im Modus Einfacher-Pass kann dann z. B. separat nur der Ambient Occlusion-Effekt des Bodens betrachtet werden. Im Multi-Pass-Modus ist es dann sogar möglich über den Stärke-Regler die Deckkraft der Ambient Occlusion zu reduzieren. Dies alles macht jedoch erst dadurch Sinn, weil Sie über das Datei-Menü des Bild-Manager auch Rendering speichern können. Dies ist auch dann noch möglich, wenn Sie den eigentlichen Speicherpfad in den Rendervoreinstellungen leergelassen haben.

Im Datei-Menü finden Sie zudem einen Rendern abbrechen…-Befehl, der z. B. bei Verwendung des fortschreitenden Samplers beim physikalischen Renderer nützlich ist. Ansonsten kann das Rendering auch jederzeit durch das Schließen des Bild-Managers beendet werden. Der Verlauf des Bild-Managers geht dadurch nicht verloren. Wenn Sie also anschließend den Bild-Manager über das Fenster-Menü von CINEMA 4D wieder öffnen, sind weiterhin alle im Cache liegenden Bilder vorhanden und können von dort auch noch gesichert werden.

Wie bereits angekündigt, finden Sie nun in den Abbildungen 7.108 und 7.109 einige Beispiele für die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ebenen-Modi des Bild-Managers. Wie Sie überhaupt die zu rendernden Ebenen bestimmen können, wird gleich noch im Anschluss besprochen. Lassen Sie mich Ihnen zuvor aber noch die weiteren Funktionen des Bild-Managers vorstellen.

CINEMA-4D - Links sehen Sie den Bild-Modus, rechts daneben den Einfacher Pass-Modus, der die Betrachtung einzelner Multi-Pass-Ebenen ermöglicht.

Abbildung 7.108: Links sehen Sie den Bild-Modus, rechts daneben den Einfacher Pass-Modus, der die Betrachtung einzelner Multi-Pass-Ebenen ermöglicht.

CINEMA-4D - Links das ursprüngliche Bild, rechts der Multi-Pass-Modus mit der Möglichkeit, z. B. die Ambient Occlusion unter der Taschenlampe zu reduzieren

Abbildung 7.109: Links das ursprüngliche Bild, rechts der Multi-Pass-Modus mit der Möglichkeit, z. B. die Ambient Occlusion unter der Taschenlampe zu reduzieren

Die Filter-Einstellungen

Über diesen Bereich können Sie die üblichen Regler z. B. für Helligkeit, Kontrast, Gamma und Clipping abrufen. Nur wenn Filter aktivieren angeschaltet ist haben Sie hier Zugriff und können auch direkt im Bild die Veränderungen beobachten. Dies ist vor allem für Animationen interessant, denn Sie können dann z. B. das erste Bild der Animation rendern lassen und über den Filter den gewünschten Look definieren. Anschließend benutzen Sie die Post Effekt erstellen…-Schaltfläche im unteren Teil des Dialogs. Dies ergänzt einen Farbkorrektur-Post-Effekt in den Rendervoreinstellungen mit den identischen Einstellungen. Das bedeutet, dass nun alle nachfolgenden Renderings mit den gleichen Farbveränderungen berechnet werden. Filter aktivieren sollte vor dem Rendern der Animation jedoch wieder im Bild-Manager ausgeschaltet werden, damit die Bilder so angezeigt werden wie sie dann auch gesichert werden.

Im Zusammenhang mit dem Filter macht auch die Histogramm-Option Filter anzeigen Sinn, denn damit kann die Wirkung des Filters auch direkt auf die Histogramm-Darstellung übertragen werden. Dies ist hilfreich, um z. B. bei einer sichtbaren Beschneidung der Helligkeiten die Filter-Einstellungen korrigieren zu können. Haben Sie eine passende Filter-Einstellung gefunden, kann diese mit Preset speichern… als Voreinstellung gesichert werden. Dies landet dann im Content Browser und kann von dort über Preset laden… jederzeit wieder aufgerufen werden. Sehr nützlich um einen bestimmten Look auch in einem anderen Projekt zu verwenden. Die Filter zurücksetzen-Schaltfläche setzt schließlich alle Regler wieder in die neutrale Stellung, sodass keine Veränderung mehr am Bild erfolgt. Beachten Sie, dass die Filter-Einstellungen nur dann fest auf das Bild übertragen werden, wenn Sie den Farbkorrektur Post-Effekt beim Rendern nutzen. Beim Speichern aus dem Bild-Manager heraus wird das Bild generell ohne die Filter-Manipulation gesichert!

Stereoskopie

Wir haben bereits über die Stereo-Kamera und den Stereoskopie-Effekt in den Rendervoreinstellungen gesprochen. Dort konnten u. a. Modi selektiert werden, die zusätzlich zum stereoskopischen Bild die einzelnen Kamera-Ansichten sichern. Dazu gehören die Modi Einzelne Kanäle und Einzelne Kanäle und kombiniertes Bild. Wurde einer dieser Modi für das Rendering ausgewählt, ermöglicht der Bild-Manager in der Stereoskopie-Rubrik die wahlweise Betrachtung der Einzelbilder oder des kombinierten Bilds.

Im Modus Einzelkanal erscheint ein Kanal-Wert, mit dem Sie das gewünschte Bild ansteuern können. Besteht Ihr Rendering nur aus den üblichen zwei Kameras für die linke und rechte Ansicht, so ist die Ziffer 1 mit der linken und die Ziffer 2 mit der rechten Kamera verknüpft. Wie Sie wissen, können aber auch zusätzliche Kameras zwischen diesen beiden berechnet werden. Auch diese lassen sich dann über entsprechend höhere Kanal-Werte aufrufen.

In der Einstellung Kombiniertes stereoskopisches Bild können Sie das komplette Bild betrachten, so wie es in den Stereoskopie-Einstellungen für das Rendering konfiguriert wurde. Je nach Stereoskopie-Modus sehen Sie dann also das anaglyphe Bild, eine Seite an Seite- oder Interlaced-Darstellung. Die folgende Abbildung 7.110 zeigt diese drei Darstellungsarten im direkten Vergleich.

CINEMA-4D - V.l.n.r.: Interlaced, Anaglyph, Seite an Seite

Abbildung 7.110: V.l.n.r.: Interlaced, Anaglyph, Seite an Seite

Die letzte Einstellung Interaktives Kombinieren ist zum Justieren der Einzelbilder gedacht. Hier können Sie unabhängig von den Stereoskopie-Einstellungen in den Rendervoreinstellungen die gerenderten Einzelbilder selbst in einem beliebigen Modus anzeigen und sogar über die Zusätzliche Parallaxe (Pixel) gegeneinander verschieben, bis der gewünschte Tiefeneffekt eintritt (siehe Abbildung 7.111). Da der Bild-Manager über sein Datei-Menü auch das Speichern erlaubt, können Sie so das gewünschte Motiv konfigurieren und sichern lassen. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass einzelne Kanäle vorliegen.

CINEMA-4D - Die verschiedenen Anzeige-Optionen bei stereoskopischen Bildern im Bild-Manager

Abbildung 7.111: Die verschiedenen Anzeige-Optionen bei stereoskopischen Bildern im Bild-Manager

Weitere Funktionen

Damit sind die Hauptfunktionen des Bild-Managers erläutert. Betrachten wir abschließend zu diesem Thema noch die verbleibenden Elemente. So sind Ihnen sicherlich bereits in der oberen rechten Ecke des Managers die Icons aufgefallen. Die letzten drei davon sollten Ihnen bereit bekannt vorkommen, denn damit lässt sich ein neuer Manager öffnen, das Bild verschieben oder zoomen. Alternativ dazu können Sie auch die Tastenkürzel 1 und 2 benutzen, ganz so, wie Sie es aus den Editoransichten gewohnt sind. Das vorderste Icon ist jedoch neu und verbirgt bei einem Klick darauf die seitlichen Zusatzinformationen. Es wird dann nur noch das ausgewählte Bild angezeigt. Alternativ hierzu kann auch über das Ansicht-Menü des Managers der Vollbildmodus aktiviert werden (siehe untere Abbildung).

CINEMA-4D - Ansicht

Das Bild wird dadurch zentriert auf dem Monitor angezeigt und das restliche CINEMA 4D-Layout ausgeblendet. Durch einen Klick auf das X-Symbol in der rechten oberen Ecke kann dieser Modus wieder verlassen werden. Ebenfalls über das Ansicht-Menü kann nur der Navigator/Histogramm-Bereich ausgeblendet werden. Dies bietet sich an wenn längere Animationen und somit auch längere Listen von Einzelbildern gerendert werden, von denen Sie mehr im Verlauf-Bereich des Managers sehen möchten. Beim Rendern von Animationen werden Sie zudem feststellen, dass diese Einzelbilder automatisch in Ordnerstrukturen im Verlauf angezeigt werden. Dies ermöglicht Ihnen z. B. das platzsparende Zusammenklappen einer vielleicht vorher berechneten Animationssequenz. Für diesen Zweck stellt das Ansicht-Menü z. B. auch Alles einklappen und Alles ausklappen zur Verfügung. Wenn Sie nur Einzelbilder rendern lassen, werden Sie solche Ordnerstrukturen jedoch nicht zu Gesicht bekommen. Zusätzliche Optionen zum Einblenden der Titel-safe- und Action-safe-Bereiche runden die Optionen des Bild-Managers ab.

Zwei weitere nützliche Befehle verbergen sich zusätzlich im Datei-Menü, sofern Sie mit HDR-Bildern arbeiten. Wie Sie wissen, entstehen HDR-Bilder aus der Überlagerung zahlreicher Einzelbilder, die in verschiedenen Belichtungsstufen das gleiche Motiv zeigen. Auf diese Weise kann eine einzelne Bilddatei entstehen, die über nahezu unendlich tiefe Farbinformationen verfügt. Der tatsächliche Helligkeitsunterschied zwischen der Sonne und einer durch sie beleuchteten Fläche kann damit realistisch eingefangen werden. In einem normalen Bild wären beide Pixel wahrscheinlich einfach nur 100% hell. Da HDR-Bilder oft gleich für eine gesamte Umgebung erstellt werden, kommen verschiedene Verfahren zu deren Erstellung zum Einsatz. Früher verwendeten Fotografen z. B. oft eine perfekt spiegelnde Kugel und fotografierten diese möglichst Formatfüllend ab. Andere Verfahren nutzen in alle sechs Himmelsrichtungen geknipste Aufnahmen. Für die Weiterverarbeitung in CINEMA 4D ist jedoch ein normales Bildformat günstiger. Über die Befehle HDR Cross umwandeln… und HDR Probe umwandeln… wird daher ein Dateidialog geöffnet, über den Sie das entsprechend geformte HDR-Bild auswählen können. Nach der Umwandlung in ein rechtwinkliges HDR-Bild kann dies dann wie gewohnt über den Speichern als…-Befehl in das gewünschte Dateiformat gesichert werden.

CINEMA-4D - HDR

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium.

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