Die Modellierung der Wählscheibe komplettieren: Ein Arbeitsbeispiel

Top-Tutorial, Tutorials 2. Juni 2014 – 0 Kommentare

Damit hätten wir durch die Besprechung der vorhandenen Modeling-Objekte auch die Basis für die Fertigstellung der Wählscheibe gelegt, denn dort fehlen natürlich noch die Löcher für den Wählvorgang. Dies ist jetzt schnell erledigt. Rufen Sie dafür ein Array-Objekt auf und ordnen Sie dieses hierarchisch unter dem Kreis-Spline ein, der die Wählscheibe darstellt. Im Koordinaten-Manager korrigieren Sie die Position im Objekt-System für das Array-Objekt auf jeweils 0 cm entlang aller drei Richtungen. Das Array-Objekt ist damit präzise auf die Position des Kreises eingerastet.

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Da das Array-Objekt untergeordnete Objekte immer kreisförmig um seine Y-Achse herum platziert, müssen wir es nun nur noch so drehen, dass die Y-Achse senkrecht zum Kreis steht. Dies ist z. B. bei einem P-Winkel von 90° der Fall. Die anderen Winkel müssen dabei 0° betragen. Rufen Sie jetzt ein neues Kreis-Objekt auf und ordnen Sie dieses dem Array-Objekt unter. Dieser Kreis soll durch die Duplizierung des Array-Objekts die einzelnen Löcher der Wählscheibe darstellen. Wir benötigen also insgesamt zehn dieser Öffnungen für die Ziffern 0 bis 9 (siehe auch Abbildung 3.84).

CINEMA-4D - Einrichten der Kreis-Kopien mit einem Array-Objekt

Abbildung 3.84: Einrichten der Kreis-Kopien mit einem Array-Objekt

Wir erstellen jedoch zumindest eine Kopie mehr, um die Abstände zwischen den Löchern nicht zu groß werden zu lassen. Die überzähligen Öffnungen können wir später noch problemlos entfernen. Wie in der seitlichen Abbildung zu sehen, wählen wir im Array-Objekt zehn Kopien (dadurch erhalten wir zusammen mit dem Original Kreis-Spline also 11 Kreise) und einen Radius von 2,7 cm. Dem Kreis-Spline gebe ich dafür einen Radius von 0,6 cm und lasse diesen in der XZ-Ebene berechnen, damit er parallel zur Wählscheibe liegt. Natürlich sind dies nur Richtwerte, aber Sie sollten darauf achten, dass genügend Abstand zwischen den Kreisen verbleibt. Sind Sie dann mit dem Ergebnis zufrieden, konvertieren Sie das Array-Objekt z. B. über Mesh > Konvertieren > Grundobjekt konvertieren. Es entsteht ein Null-Objekt, unter dem die Kopien des Kreis-Splines eingeordnet sind. Löschen Sie dort nun die überzähligen Löcher, damit Sie wieder auf die Gesamtzahl von zehn Kreisen kommen und der Bereich um den Anschlag für den Finger frei bleibt. Selektieren Sie anschließend die verbliebenen Splines z. B. mit einem Selektionsrahmen im Objekt-Manager oder durch Anklicken des obersten Splines und einen nachfolgenden Shift-Klick auf den letzten Spline unter dem Null-Objekt und konvertieren Sie auch diese Objekte zu einfachen Spline-Objekten.

CINEMA-4D Array_1

Selektieren Sie jetzt den Kreis-Spline der Wählscheibe und konvertieren Sie auch diesen zu einem normalen Spline-Objekt. Diese Arbeitsschritte sind nötig, damit die nachfolgende Verbindung der Splines funktionieren kann. Führen Sie also nochmals eine Selektion durch, bei der die konvertierten Splines der Wählscheibe und die kleinen Kreise der Löcher allesamt ausgewählt werden und rufen Sie dann Objekte Verbinden + Löschen aus dem bekannten Mesh-Menü auf.

CINEMA-4D Finales Telefon

Sofern das verbundene Spline-Objekt direkt unter dem Extrude-NURBS entstanden ist, sollten Sie nun bereits die Wählscheibe mit den eingeprägten Löchern erkennen können. Dies ist möglich, da eingeschlossene Spline-Segmente automatisch als Löcher berechnet werden. Sollte das Extrude-NURBS Probleme beim Schließen der Deckflächen haben, versuchen Sie den Typ Vierecke und eine Regelmäßige Unterteilung der Deckflächen. Wie in der seitlichen Abbildung zu sehen, ist die Modellierung des Telefons damit nun endgültig abgeschlossen und wir können uns mit den Details am Dach der Telefonzelle befassen.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium.

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