Betriebsmodi und Werkzeuge: Spezielle Objekttypen

Top-Tutorial, Tutorials 2. Mai 2014 – 0 Kommentare

Neben diesen Grundobjekten existieren noch andere Objekte, die oft ebenfalls mit diesen zusammen verwendet werden. So z. B. das Null-, das XRef- und das Selektion-Objekt. Diese erzeugen allein gesehen zwar keine Geometrie, übernehmen jedoch andere wichtige Aufgaben, z. B. bei der Ordnung und Vereinfachung Ihrer Projekte.

Spezielle Objekttypen

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Das Null-Objekt

Dieses Objekt ist ebenfalls in der Gruppe der Grundobjekte zu finden und kann daher auch über Erzeugen > Objekt abgerufen werden. Das Null-Objekt besteht an sich nur aus einem Achsensystem und ist auch später bei der Bildberechnung unsichtbar. Gerade diese Eigenschaften machen es aber so wertvoll bei der Strukturierung ihrer Objekte und z. B. beim Gruppieren. Null-Objekte können wie normale Objekte verschoben, skaliert und rotiert werden. Selbst Materialien lassen sich zuweisen und werden dann auf untergeordnete Objekte übertragen. Auch zugewiesene Tags oder Sichtbarkeitseinstellungen lassen sich so schnell auf alle untergeordneten Objekte anwenden.

Diese Objekte eignen sich außer zur Gruppierung auch zum Setzen von neuen Bezugssystemen. So kann damit z. B. ein gruppiertes Objekt direkt um jeden beliebigen Punkt gedreht werden, ohne dafür extra das Achsensystem des untergeordneten Objekts editieren zu müssen. Dies kommt uns vor allem bei der Bearbeitung von Grundobjekten entgegen, die ja dafür ansonsten erst konvertiert werden müssten.
Obwohl das Null-Objekt selbst im Bild unsichtbar bleibt, kann es doch für die Editordarstellung verschiedene Formen darstellen (siehe seitliche Abbildung).

Dialog des Selektion-Objekts im Attribute-Manager

Abbildung 2.23: Dialog des Selektion-Objekts im Attribute-Manager

Hierfür steht das Darstellung-Menü in den Objekt-Einstellungen des Attribute-Managers zur Verfügung. Dort stehen diverse geometrische Grundformen zur Verfügung die über den Radius-Wert zudem an den Maßstab Ihrer Szene angepasst werden können. Dies kann z. B. das Auffinden der Null-Objekte direkt in den Editoransichten erleichtern, da diese ansonsten standardmäßig nur als kleiner Punkt dargestellt werden. Die Ausrichtung der gewählten Form kann auf die verschiedenen Achsebenen des Null-Objekts oder auch auf die Blickrichtung der Kamera einrasten.

Das Selektion-Objekt

Wenn Sie öfter auf immer gleiche Objekt-Selektionen zurückgreifen müssen, bietet sich dafür das Selektion-Objekt an. Selektieren Sie zuerst die entsprechenden Objekte im Objekt-Manager und rufen Sie dann Selektieren > Selektions-Filter > Selektions-Objekte erzeugen auf.

Das Selektion-Objekt bietet im Attribute-Manager eine Liste an, in die Sie auch nachträglich noch Objekte aus dem Objekt-Manager hineinziehen können (siehe Abbildung 2.23). Durch einen Klick auf Selektion wiederherstellen in den Objekt-Einstellungen des Selektion-Objekts werden dann alle Objekte der Liste wieder ausgewählt.

Beim Animieren vieler Objekte spielt das Selektion-Objekt ebenfalls eine Rolle. Sie können dann automatisch für alle dort gespeicherten Objekte automatisch Keyframes erzeugen lassen. Zu diesem Zweck finden Sie hinter allen Einträgen der Liste ein zusätzliches Hierarchie-Icon. Wird dieses angeklickt, werden zusätzlich auch Keyframes für die Objekte aufgenommen, die im Objekt-Manager untergruppiert wurden. Für die Selektion der Einträge hat dies jedoch keine Auswirkung. Es werden also in jedem Fall nur die direkt in der Liste aufgeführten Elemente selektiert.

Ein Rechtsklick auf Objekte in der Liste des Selektion-Objekts öffnet zudem ein Kontextmenü, über das Sie einzelne oder alle Einträge wieder aus der Liste entfernen können. Die Original Objekte bleiben dabei natürlich unverändert erhalten. Interessant in diesem Kontextmenü ist auch der Eintrag für Start Auswahlvorgang. Der Mauszeiger wird nun zusätzlich mit einem Fragezeichen markiert. Alle Objekte die Sie nun damit anklicken werden automatisch ebenfalls in die Liste aufgenommen. Sie verlassen diesen Modus wieder über einen Rechtsklick auf ein Element der Liste über den Befehl Stopp Auswahlvorgang.

Den gleichen Effekt hat übrigens das Icon mit dem weiß unterlegten Mauszeiger rechts neben der Liste. Durch Anklicken kann dadurch ebenfalls der Auswahlvorgang gestartet und gestoppt werden.

Übrigens: Auch Tags und sogar Materialien können in der Liste aufgeführt und jederzeit über Selektion wiederherstellen ausgewählt werden. Zudem lässt sich das Selektion-Objekt direkt aus dem Objekt-Manager in eine Editoransicht ziehen. Wie Sie bereits gelernt haben, entsteht dabei ein sogenanntes HUD-Element. Das Halten der Taste Alt und ein Doppelklick auf dieses HUD-Element führen dann ebenfalls zu einer Selektion der Listeneinträge.

Das XRef-Objekt

Hierbei handelt es sich um einen Verweis auf eine bereits gespeicherte Datei. Wir haben diese Funktionsweise bereits bei der Beschreibung der Programm-Voreinstellungen im ersten Kapitel angesprochen. Sie können auf diese Weise eine Art Referenzdateien anlegen, in den z. B. immer wieder benötigte Materialien oder Objekte abgespeichert wurden. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt u. a. bei der Arbeit in einem Team darin, dass sich bei Änderungen an einer referierten Datei automatisch alle anderen Szenen aktualisieren die über XRef-Objekte darauf zugreifen. Sie finden das XRef-Objekt unter Erzeugen > XRef, können aber auch Erzeugen > XRef > XRef hinzufügen benutzen, um direkt über einen Dateidialog eine externe Datei zu laden.

Wurde noch keine Datei gespeichert, die als XRef verwendet werden soll, können auch in Ihrer geöffneten Szene bereits vorhandene Objekte und Materialien nachträglich als XRefs ausgelagert werden. Dazu gehen Sie so vor, dass Sie zuerst die Objekte in Ihrer Szene selektieren, die ausgelagert werden sollen. Bei Hierarchien, also bei bereits gruppierten Objekten, reicht die Auswahl des jeweils obersten Objekts im Objekt-Manager.

Anschließend rufen Sie Objektselektion In XRef wandeln aus dem Menü Erzeugen > XRef auf. Wurde Ihre geöffnete Szene bislang noch nicht gespeichert, erscheint ein entsprechender Warnhinweis, denn die Dateipfade externen XRef-Projekte können natürlich auch ungültig werden, wenn die Dateien nachträglich z. B. in einen anderen Dateiordner kopiert werden. Ansonsten öffnet sich ein Speicher-Dialog für die selektierten Objekte Ihrer Szene. Derartige Szenen beginnen standardmäßig mit dem Kürzel xref_. So können Sie an bereits gespeicherten Dateien leicht erkennen, ob diese als XRef-Szenen in anderen Projekten eingebunden sind oder ob es sich um normale, also von anderen Dateien unabhängige Projekte handelt.

XRef Objekt

Nach dem Speichern öffnet sich erneut ein Dialog, der Sie fragt, ob Sie das neue Projekt zum Bearbeiten öffnen möchten. Dies wird in der Regel nicht nötig sein, da Sie die gerade erst gespeicherten Objekte ja bereits zuvor in der geöffneten Szene vorliegen hatten. Abschließend werden die zuvor selektierten Objekte und Hierarchien in Ihrem Projekt entfernt und durch ein XRef-Objekt ersetzt. Unter diesem Objekt finden Sie alle Objekte der gerade gespeicherten Szene wieder und können mit diesen nahezu wie mit normalen Objekten arbeiten. So können z. B. sowohl das XRef-Objekt verschoben, rotiert oder skaliert werden als auch die darunter gruppierten Einzelobjekte. Im XRef enthaltene Grundobjekte können konvertiert und auf Punkteben editiert werden. Ebenso lassen sich Deformatoren hinzufügen. Sie lernen noch etwas später, was es damit alles auf sich hat.

Darstellung eines XRef-Objekts im Objekt-Manager und seine Einstellmöglichkeiten im Attribute-Manager

Abbildung 2.24: Darstellung eines XRef-Objekts im Objekt-Manager und seine Einstellmöglichkeiten im Attribute-Manager

Sie sollten sich jedoch bei jeder derart tiefgreifenden Veränderung an den XRef-Objekten bewusst sein, dass diese Veränderungen nicht automatisch auf die separate XRef-Szene übertragen werden. Beim nächsten Öffnen Ihrer Szene mit dem XRef-Objekt finden Sie daher die Objekte wieder so vor, wie sie ursprünglich in die XRef-Datei gesichert wurden. Im Fall der konvertierten Grundobjekte erscheint beim Aktualisieren des XRefs wieder das ursprüngliche Grundobjekt als zusätzliche Kopie. Grundsätzlich sollte also davon Abstand genommen werden, Konvertierungen oder Modellierungen an den Objekten innerhalb eines XRefs vorzunehmen. Ist die Veränderung eines referierten Objekts nötig, so nehmen Sie dies besser direkt in dem Projekt vor, das über den Referenz-Pfad des XRefs verlinkt ist. Hierfür ist z. B. die Zum Bearbeiten öffnen-Schaltfläche im Dialog des XRefs gedacht (siehe auch Abbildung 2.24). Das Animieren und z. B. das individuelle Belegen mit Materialien ist bei XRefs jedoch völlig problemlos möglich.

Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, die Bestandteile eines XRef-Objekts durch vereinfachte Geometrien zu ersetzen. Dazu laden Sie über einen Klick auf die Schaltfläche mit den drei Punkten rechts neben dem Ersatz-Ref.-Feld einfach eine beliebige andere Projektdatei. Sinn macht es also z. B. das hoch detaillierte Projekt im Referenz-Feld anzugeben und eine stark vereinfachte Version dieser Szene unter Ersatz-Ref. zu verlinken. Über die Schaltfläche Mit Ersatz austauschen wird dann die vereinfachte Szene als XRef benutzt, was in der Regel die Navigation im Editor stark beschleunigt. Sind alle notwendigen Arbeitsschritte erledigt, können Sie mit einem Klick auf Mit Original austauschen wieder die aufwändige Szene als XRef laden lassen. Diese Schaltfläche ist erst zu sehen, nachdem eine Ersatz-Referenz zugewiesen und Mit Ersatz austauschen benutzt wurde.

Die Option Objekte anzeigen blendet die in das XRef-Objekt geladenen Einzelmodelle im Objekt-Manager ein oder aus. Dies hat keine Auswirkungen auf die Darstellung im Editor. Die Geladen-Option kann benutzt werden, um die Bestandteile eines XRef-Objekts auch wieder aus dem Speicher und der Szene zu entfernen. Im ausgeschalteten Zustand werden die Objekte der XRef-Referenz gelöscht. Das Icon des XRefs ändert dadurch seine Farbe zu rot, so wie es auch bei einem XRef mit noch nicht angegebenen Referenz der Fall ist. Durch erneutes Anhaken der Geladen-Option werden die Objekte der Referenz-Szene dann jedoch wieder geladen. Beachten Sie, dass durch das Entladen der XRef-Referenz auch alle daran vorgenommenen Modellierungen verloren gehen! Animierte XRef-Bestandteile behalten jedoch auch nach dem Entladen und erneuten Laden ihre Animation.

Bleibt nur noch uns die verfügbaren Optionen für das XRef-Objekt anzusehen. Diese öffnen sich nach einem Klick auf die Optionen-Schaltfläche.

Bestandteile der XRef-Optionen

Abbildung 2.25: Bestandteile der XRef-Optionen

XRef Referenz-Optionen

Wie Sie bereits gesehen haben, werden die Bestandteile einer mittels XRef geladenen Szene unter dem XRef-Objekt eingruppiert. CINEMA 4D nennt dies Einkapseln. Die gleichnamige Option ermöglicht im ausgeschalteten Zustand aber auch, dass die Objekte unabhängig von einem XRef-Objekt im Objekt-Manager benutzt werden können. Das XRef-Objekt verschwindet dadurch optisch aus dem Objekt-Manager und kann nur über den XRef-Manager wieder eingeblendet werden. In solchen Fällen werden auch die Benennung-Optionen wichtig, denn diese sorgen für einen Namenszusatz der die Zugehörigkeit der referierten Objekte zu einem XRef deutlich machen. Folgende Modi sind dabei möglich:

  • Keine: Die referierten Objekte behalten ihre ursprünglichen Namen
  • Referenzname: Jeder Objektname bekommt zusätzlich den Dateinamen der referierten Szene vorangestellt.
  • Eigene: Über das Präfix-Feld können Sie eine eigene Benennung vorgeben, die den Objekten unter dem XRef vorangestellt wird.

Die Zeichenfolge Trenner ist als optische Trennung zwischen dem eigentlichen Namen des Objekts und dem gewählten Präfix vorgesehen. Die Option für Automatisch passend sollte immer aktiv bleiben, damit Veränderungen zwischen den Objekten des XRefs und der separaten Referenz-Datei automatisch erkannt werden. Beim erneuten Laden der Referenz-Szene werden nachträglich hinzugefügte Änderungen an Parametern, Animationen oder Koordinaten zuverlässig erkannt und auf die neu geladenen Objekte übertragen. Bei ausgeschalteter Option kann es dazu kommen, dass referierte Objekte neu und somit unverändert aus der Referenz-Szene geladen werden, falls Veränderungen an den Namen vorgenommen wurden.

XRef Importieren-Optionen

Die drei Optionen dieser Dialogseite legen fest, welche Eigenschaften der referierten Szene überhaupt beim Laden durch das XRef-Objekt berücksichtigt werden sollen. Mit Animationen und Materialien werden diese beiden Eigenschaften der Objekte auch über das XRef geladen. Über Punkte-Cache werden zusätzlich eventuell vorhandene Animationen der Punktpositionen an den Objekten geladen. Derartige Animationen müssen in der Referenz-Datei jedoch speziell über ein Punkte Cache-Tag gespeichert worden sein. Dies ist ein Bestandteil der Charakter-Funktionalität von CINEMA 4D und vorwiegend für die Figur-Animation gedacht.

XRef Anpassen-Optionen

Das Kürzel PGW steht für Position, Größe und Winkel. Nur wenn diese Option aktiv ist, können die genannten Eigenschaften der über ein XRef geladenen Objekte unabhängig von der Referenz-Datei verändert werden. Die Option Parameter ermöglicht im aktiven Zustand auch die Parameter der referierten Objekte zu editieren. Dazu gehören z. B. die Größe-Werte eines Grundobjekts. Ist die Option ausgeschaltet, erscheinen kleine Sperrsymbole vor den Parametern selektierter XRef-Objekte und verhindern so deren Veränderung. Die Hierarchie-Option hat eine ähnliche Wirkung wie die bereits besprochene Einkapseln-Option. Ist Hierarchie angeschaltet, können die Bestandteile eines XRefs jedoch völlig unabhängig vom XRef-Objekt im Objekt-Manager neu gruppiert werden. Die referierten Objekte müssen also nicht mehr zwingend unter dem XRef einsortiert sein. Anders als bei ausgeschaltetes Einkapseln-Option bleibt hier das XRef-Objekt zusätzlich erhalten.

Die letzte Option dieser Rubrik bezieht sich auf die sogenannten Benutzerdaten (siehe auch Abbildung 2.26).

Weitere Optionen-Einstellungen der XRef-Objekte

Abbildung 2.26: Weitere Optionen-Einstellungen der XRef-Objekte

Damit sind zusätzliche Parameter gemeint, die Sie über den Attribute-Manager manuell an Tags und Objekte heften können. Oft werden diese Parameter zur Steuerung von XPresso-Schaltungen benutzt. Nur wenn die Benutzerdaten-Option aktiv ist, können diese Parameter an den referierten Objekten eines XRefs editiert werden. Ansonsten werden nur deren Werte aus der Referenz-Szene übernommen.

XRef Datei-Optionen

Diese Optionen legen fest, wie die Pfade zu den Referenzdateien in dem XRef-Objekt gespeichert werden sollen. Bei Relativ zum Projekt wird automatisch mit vereinfachten, also relativen Pfaden gearbeitet. Diese sehen dann so aus, dass das XRef die Referenz-Datei an den drei folgenden Orten sucht:

  • Im gleichen Verzeichnis, in dem Ihr Projekt gespeichert wurde, dass das XRef-Objekt enthält.
  • Eine Ordner-Ebene über dem aktuellen Projektverzeichnis
  • In dem Verzeichnis, das unter Programm-Voreinstellungen > Dateien als Texturpfad mit der Bezeichnung Pfad 1 angegeben wurde

Ist Relativ zum Projekt ausgeschaltet, wird immer der gesamte Dateipfad absolut gesichert. Kopieren Sie dann Ihr Projekt z. B. auf einen anderen Computer oder verändern den Speicherpfad der Referenz-Szene, so kann das XRef diese Objekte oder Materialien nicht mehr finden.

Ist die Inkremental-Option aktiv, werden beim Laden der XRef-Referenz auch an die Dateinamen angehängte Nummerierungen berücksichtigt, wie sie z. B. beim automatischen Speichern der Referenz-Szene entstehen können. Ausgewertet werden durch Unterstrich oder Punkt angehängte Zahlen hinter dem Dateinamen. Es wird dann immer die Szene mit der höchsten Ziffer hinter dem angegebenen Namen geladen.

XRef-Materialien

Nicht nur Objekte können über XRefs hinzu geladen werden, sondern auch Materialien. Dies erleichtert die Nutzung einer zentralen Materialbibliothek, denn schöne Materialien lassen sich immer wieder in Projekten nutzen und müssen nicht jedes Mal neu erstellt werden. Möchten Sie eine derartige Material-Referenz erstellen, selektieren Sie die entsprechenden Materialien im Material-Manager von CINEMA 4D und rufen dann Erzeugen > XRef > Materialselektion in XRef wandeln auf. Der Vorgang ist ab diesem Zeitpunkt mit dem beim Aufruf des Befehls Objektselektion In XRef wandeln aus dem gleichen Menü identisch. Sie erfahren dann in späteren Kapiteln noch mehr über den Material-Manager, die Erzeugung von Materialien und die Gestaltung von Objekt-Oberflächen.

Der XRef-Manager

Dieses separate Einstellungsfenster können Sie unter Erzeugen > XRef aufrufen (siehe Abbildung 2.27).

Der XRef-Manager listet geladene XRefs, deren Objekte und Materialien auf

Abbildung 2.27: Der XRef-Manager listet geladene XRefs, deren Objekte und Materialien auf

Er bietet Ihnen den Überblick über alle in Ihrem Projekt benutzten XRefs. Ansonsten stehen über die Menüs des XRef-Managers viele bereits bekannte Optionen zur Verfügung, die wir an diese Stelle sicher nicht alle erneut in aller Tiefe besprechen müssen. Lassen Sie uns daher vor allem die Besonderheiten dieses Managers hervorheben. Das Name-Feld zeigt den im selektierten XRef eingetragenen Referenz-Speicherpfad an. Unter Aufgelöst finden Sie den Pfad, unter dem die XRef-Referenz dann gefunden wurde. Es kann immer dann zu unterschiedlichen Einträgen in diesen beiden Feldern kommen, wenn mit relativen Dateipfaden gearbeitet wurde oder die Referenz-Datei nachträglich an eine andere Stelle kopiert wurde. Kann einmal eine Referenz-Datei nicht mehr über das XRef-Objekt geladen werden, ist hier eine gute Möglichkeit, dem Fehler auf die Schliche zu kommen. Schauen Sie sich den aufgelösten Pfad in solchen Fällen genauer an, um zu rekonstruieren, warum die Datei ggf. nicht mehr gefunden werden kann. Bei Benennung kann schließlich das Präfix des in der Auflistung darunter selektierten XRef-Objekts abgelesen werden.

Über das Referenz-Menü des Managers erreichen Sie zusätzliche Funktionen zu den in der Auflistung selektierten XRef-Objekten. Selektieren kann zum Auswählen eines XRefs oder auch eines Materials oder Objekts benutzt werden, das Bestandteil eines XRefs ist.

Mit Neu laden wird der Inhalt eines in der Liste selektierten XRefs neu geladen. Möchten Sie automatisch alle XRefs aktualisieren lassen, können Sie auch Erzeugen > Xref > XRef neu laden aufrufen, was Sie ebenfalls im Datei-Menü des XRef-Managers finden. Die übrigen Befehle des Datei-Menüs kennen Sie bereits.

Mittels Referenz > Entladen lassen sich alle Einträge des selektierten XRefs aus dem Projekt entfernen und somit Speicher freigeben. Denken Sie daran, dass hierdurch eventuell vorgenommene Veränderungen an diesen Objekten verloren gehen können. Mit Referenz > Ersetzen… kann der Referenz-Pfad des selektieren XRefs ausgetauscht werden. Bearbeitbar machen macht aus den selektierten XRef-Objekten normale Objekte und Materialien. Die Verbindung zur externen Referenzdatei wird dadurch aufgehoben. Zudem wird das entsprechende XRef-Objekt automatisch aus der Szene gelöscht.

Mit Referenz > Zum Bearbeiten öffnen wird automatisch die Referenz-Szene des selektierten XRefs geöffnet und kann so von Ihnen direkt eingesehen und editiert werden. Mit Im Finder/Explorer anzeigen bekommen Sie den Speicherort der über Referenz angegebenen Datei angezeigt. Der Eintrag Optionen öffnet einen separaten Dialog, so wie er bereits weiter oben im Zusammenhang mit den XRef-Optionen besprochen wurde. Auf diese Weise lassen sich z. B. über ausgeschaltetes Einkapseln unsichtbar gemachte XRefs wieder im Objekt-Manager anzeigen. Die Optionen lassen sich übrigens auch über einen Klick auf das nachgestellte Symbol hinter dem XRef hinzufügen-Befehl unter Erzeugen > XRef hinzufügen… einsehen, noch bevor die eigentliche Referenz-Datei eines neuen XRefs geladen wird. Schließlich ermöglicht Ihnen der Löschen-Befehl noch das Entfernen eines selektierten Eintrags unter einem XRef-Objekt.

Damit haben wir auch dieses Kapitel über die Einbindung externen Dateien abgehandelt und kommen im folgenden Abschnitt auf die Grundobjekte von CINEMA 4D zurück.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium.

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