CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen – Die Hair-Voreinstellungen

Top-Tutorial, Tutorials 10. April 2014 – 0 Kommentare

Das Hair-Modul erleichtert die realistische Erzeugung von Fell, Federn und Haaren, aber auch von anderen Strukturen, wie z. B. Gras oder hochflorigen Teppichen (siehe Abbildungen 1.45 und 1.46).

CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen - Die Hair-Voreinstellungen

Abbildung 1.45: Beispiele für die Verwendung der Hair-Funktionalität

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Beim Aufruf eines Hair-Objekts durch Simulieren > Hair Objekte > Haar erzeugen werden automatisch ein dazu passendes Haarmaterial und ein entsprechender Post-Effekt in den Rendervoreinstellungen aktiviert, sofern hier Auto Post-Effekt-Erzeugung und Auto Materialerzeugung selektiert wurden. Ist Auto Objektverknüpfung ebenfalls angehakt, bekommt ein ausgewähltes Objekt beim Abruf des Hair-Objekts automatisch einen Haarbewuchs zugewiesen. Haar als Unterobjekt sorgt in diesem Fall für die automatische Unterordnung des Hair-Objekts unter dem damit bewachsenen Objekt. Dies dient nur der Übersichtlichkeit im Objekt-Manager und hat ansonsten keinen funktionalen Nutzen.

Die folgenden Optionen befassen sich mit der Darstellung der Haare und der entsprechenden Werkzeuge in den Editoransichten. Das Hervorheben sorgt somit beim Überstreifen mit dem Mauszeiger für eine Einfärbung der so genannten Guides. Dies sind praktisch die Wachstumslinien der Haare. Wurden einzelne Guides von der Oberfläche eines Objekts entkoppelt spricht man hierbei vom Entwurzeln. Entwurzelte anzeigen markiert diese von der Geometrie losgelösten Guides farbig.

Schließlich kann über das Cursor-Menü der Mauszeiger bei der Benutzung der Hair-Werkzeuge ganz ausgeblendet, immer sichtbar, oder nur beim gleichzeitigen Drücken der Maustaste sichtbar geschaltet werden.

CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen - Die Hair-Voreinstellungen

Abbildung 1.46: Die Hair-Einstellungen innerhalb der Programm-Voreinstellungen

Die nächsten Optionen gehen mehr ans Eingemachte. Wie bereits oben erläutert, werden so genannte Guides auf der Oberfläche angelegt, um die Wuchsrichtungen der Haare zu definieren. Wird nun auf der Oberfläche des Objekts z. B. ein Polygon entfernt, müssen sich die Guides entsprechend neu anordnen. Ist Objekt modifizieren Rückgängig (Undo) aktiv, werden die Guides bei Betätigung der Undo-Funktion exakt auf den Zustand vor dem Löschen des Polygons gesetzt.

Ähnlich funktioniert die Dynamics Rückgängig (Undo)-Option. Da Hair die Haare nicht nur statisch, sondern auch bewegt und z. B. der Gravitation unterworfen berechnen kann, kann auch hierbei die Nutzung eines Undos notwendig werden. Dies kann der Fall sein, wenn z. B. der Anfangszustand einer Frisur durch das Wirken von Gravitation erzeugt wird. Gefällt das Ergebnis nach dem Wirken der Gravitation nicht, kann jedes Wirken dieser Kraft einzeln über Undo zurückgenommen werden. Da das Speichern dieser alten Haar-Zustände viel Arbeitsspeicher kosten kann, lässt sich dies auch durch das Ausklicken der Option vereinfachen. Der Undo funktioniert dann weiterhin, springt jedoch in einem Schritt zum Urzustand der Haare vor dem Wirken jeglicher Gravitation zurück.

Da Haare nicht nur durch deren Wuchs, sondern auch durch deren Glanz, Dicke und Färbung wirken, erstellt Hair auch ein spezielles Haarmaterial. Dessen Vorschaubild kann über Voreingestellte Vorschau beliebig gestaltet werden. Strähne zeigt z. B. eine aus mehreren Haaren bestehende Haarsträhne in der Vorschau an.

Andere Optionen führen zu einer Vorschau, bei der die Haare bereits auf der Oberfläche eines bestimmten Objekts zu sehen sind, z. B. auf einem Würfel mit gerundeten Ecken. Dies lässt sich aber auch noch zu einem späteren Zeitpunkt direkt im Material verändern.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier: CINEMA 4D-Kompendium.

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