CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen – Die Dateien-Einstellungen

Dieser Bereich der Voreinstellungen definiert hauptsächlich das Speichern und Laden von Dateien (siehe Abbildung 1.35).

CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen - Die Dateien-Einstellungen

Abbildung 1.35: Die Dateien-Rubrik der Programm-Voreinstellungen

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Immer wenn Sie eine Szene sichern, wird diese in eine Liste mit zuletzt gesicherten Dateien aufgenommen. Dies erleichtert das Öffnen z. B. von Szenen, die innerhalb der letzten Zeit mehrfach geöffnet wurden. Der Zahlenwert für die Liste letzter Dateien gibt somit an, wie viele Dateien in diesem Menü maximal aufgeführt werden. Immer wenn eine Szene unter einem bereits im Zielverzeichnis existierenden Namen gespeichert wird, wird die ältere Datei dadurch natürlich überschrieben.

Durch Nutzung von Sicherheitskopien können Sie die maximale Anzahl an Versionen festlegen, die von älteren Dateien mit dem gleichen Dateinamen behalten werden sollen. Die Dateinamen werden automatisch durch das Anhängen des Kürzels bak gekennzeichnet. Lassen Sie sich nicht verunsichern, falls Sie durch CINEMA 4D beim Sichern einer Datei mit bereits existierendem Namen trotzdem noch darauf hingewiesen werden, dass die ursprüngliche Datei dadurch überschrieben wird. Dies ist nicht der Fall.

QuickTime verwenden aktiviert Apple QuickTime-Routinen beim Laden und Speichern von Bildern und Filmen z. B. in Materialien. Dadurch stehen Ihnen ggf. mehr Codecs und Speicherformate zur Verfügung als ohne die Verwendung von QuickTime angeboten werden. Polygone für Melange speichern hat mit dem Export von Szenen für andere 3D-Programme zu tun. Durch entsprechende Plugins und Erweiterungen können andere 3D-Programme, wie z. B. Nemetschek Allplan, direkt von CINEMA 4D gespeicherte Dateien lesen.

Da es innerhalb von CINEMA 4D jedoch eine ganze Reihe von parametrischen Objekten gibt, die nicht in jedem Fall von diesen anderen Programmen richtig interpretiert werden können, aktiviert diese Option die automatische Umwandlung solcher Objekte in einfache Polygon-Objekte, die dann wieder problemlos von allen externen Programmen gelesen werden können. Hierdurch kann jedoch das Datenvolumen bei der Speicherung der Dateien stark ansteigen.

Die Hilfe-Funktion

CINEMA 4D verfügt über eine umfangreiche Hilfe, die zusammen mit den verschiedenen Sprachen automatisch installiert wird. Das Dateiverzeichnis dieser Hilfe wird daher auch in der Regel automatisch richtig im help-Verzeichnis Ihrer Installation angelegt. Sollte aus irgendwelchen Gründen die Hilfe an einer anderen Stelle installiert worden sein, können Sie in das Feld für Lokaler Hilfepfad entsprechend mit dem tatsächlichen Dateipfad der Hilfe füllen.

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Abbildung 1.36: Die Hilfe von CINEMA 4D

Die Referenzdokumentation kann dann entweder über das Hilfe-Menü von CINEMA 4D oder durch einen Rechtsklick auf den Namen eines beliebigen Parameters z. B. im Attribute-Manager und Auswahl von Hilfe anzeigen geöffnet werden. In der Regel öffnet sich die Hilfe dann automatisch an der richtigen Stelle und zeigt direkt eine Beschreibung des angeklickten Parameters an (siehe Abbildung 1.36).
Sprichwörtlich eine große Hilfe sicherlich nicht nur für Anfänger, wenn einmal die eine oder andere Unsicherheit über die Funktion eines selten benutzten Parameters besteht. Zudem sind dort auch, zum Teil ebenfalls von mir verfasst, einführende Kurzworkshops enthalten, welche die grundlegende Arbeit beim Modellieren und Animieren erläutern.

Falls Sie direkt in der geöffneten Dokumentation nach einem Begriff suchen möchten, geben Sie diesen in das Suchen-Feld in der Titelzeile des Fensters ein. Der Details-Regler rechts daneben lässt Sie die Feinheit der Suche nach dem eingegebenen Begriff steuern. Ganz nach rechts gezogen, wird der gesamte Dokumentationstext nach dem Begriff durchsucht. Geringere Regler-Einstellungen filtern immer mehr Ergebnisse aus, bis z. B. nur noch Einträge gefunden werden, die den Begriff direkt in der Überschrift verwenden. Die jeweils gefundenen Hilfeseiten oder Kategorien werden auf der linken Seite unter Suchergebnisse aufgelistet und können dort direkt angeklickt werden.

Alternativ führt Sie ein Klick auf das Haus-Symbol in der Kopfzeile des Hilfefensters immer wieder in das Stammverzeichnis der Hilfe zurück. Noch direkter geht dies über die Auswahl des Inhalt-Reiters im linken Teil des Dialogfensters.

Von hier aus haben Sie Zugriff auf die Beschreibungen aller Menüs und Module. Die Pfeile rechts vom Haus-Icon lassen Sie seitenweise in der Hilfe vor- und zurückblättern. Das Pfeilpaar links vom Haus-Symbol entspricht der Funktionalität eines Internet-Browsers. Sie können hierüber also z. B. zu vergangenen Suchergebnissen zurückkehren.

Bemerken Sie, dass Sie öfter immer zu den gleichen Hilfeseiten navigieren, können Sie für diese auch ein Lesezeichen anlegen. Ein gleichnamiges Menü samt dem Eintrag für Lesezeichen hinzufügen ist direkt oben links im Fenster der Hilfe zu erreichen. Der Eintrag Lesezeichen > Lesezeichen verwalten öffnet ein kleines Fenster, indem Sie bereits angelegte Lesezeichen nach einem Rechtsklick auf deren Namen auch wieder löschen oder umbenennen können. Ansonsten können Sie gespeicherte Lesezeichen direkt im Lesezeichen-Menü des Hilfefensters abrufen.

Automatisches Speichern

Selbst Nutzer anderer 3D-Programme kommen nicht darum zu bestätigen, dass CINEMA 4D sicherlich nur mit Mühen zum Absturz zu bringen ist. Nichts desto trotz kann ein Absturz, und sei er noch so selten, schnell die Arbeit mehrerer Stunden oder gar eines ganzen Tages zunichte machen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann daher auch in CINEMA 4D die automatische Speicherung der aktuellen Szene in einem gewissen Zeittakt aktivieren.
Sofern die Speichern-Option aktiviert wurde, kann ein in Minuten gemessener Zyklus für die Speicherung bestimmt werden. Um die Anzahl der Dateiversionen nicht ins uferlose laufen zu lassen, kann über Begrenzen eine Obergrenze für die Anzahl der gespeicherten Sicherungskopien gesetzt werden. Wird diese Anzahl an Sicherungskopien erreicht, wird automatisch immer die älteste Dateiversion durch die neue Speicherung ersetzt.
Über das Speichern im-Menü legen Sie schließlich fest, wo die Sicherungskopien abgelegt werden sollen. Sie haben die Wahl zwischen dem Projektverzeichnis, also dem Ordner, in dem auch die normale Sicherung der Szene erfolgt ist, Ihrem Benutzerverzeichnis oder einem beliebigen anderen Verzeichnis. Es wird an dem gewählten Speicherort in jedem Fall ein separates backup-Verzeichnis angelegt.

XRef-Projekte laden/speichern

Das Kürzel XRef steht für externe Daten, die in die aktuelle Szene eingebunden werden (siehe auch Abbildung 1.37).

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Abbildung 1.37: Links die Darstellung eines XRef-Objekts samt dort geladener Szene im Objekt-Manager, rechts daneben die Einstellmöglichkeiten am XRef-Objekt selbst

Dies hat mehrere Vorteile. Stellen Sie sich z. B. vor, Sie arbeiten in einem Team, wobei jeder an einer anderen Komponente der Szene arbeitet. Vielleicht arbeiten Ihre Kollegen noch an der Modellierung einiger Häuser, die später den Hintergrund Ihrer Szene bilden sollen. Sie möchten nun aber schon einmal mit der Animation der Kamerafahrt beginnen. Dabei müssen Sie bereits die Gesamtheit der finalen Szene berücksichtigen, damit z. B. die Häuser im Hintergrund permanent im Bild zu sehen sind. In so einem Fall kann Ihr Kollege die bislang fertige Version der Häuser in eine separate Szene sichern und Sie laden diese über das erwähnte XRef-Objekt hinzu. Der Unterschied zu dem echten Kopieren dieser halbfertigen Objekte in Ihre Szene ist, dass immer dann, wenn eine neuere Version der Modelle von Ihren Kollegen gespeichert wird, sich die XRef-Objekte in Ihrer Szene aktualisieren lassen.

Zudem erleichtert dieses Prinzip der externen Referenzierung den Aufbau einer eigenen CINEMA 4D-Datenbank, denn oft können 3D-Objekte und besonders auch Materialien erneut in anderen Projekten verwendet werden. Sie legen sich dann einfach ein entsprechendes Verzeichnis an, in dem Sie alle die Szenen zusammentragen, die Sie öfter verwenden möchten und verlinken in Ihren aktuellen Szenen die XRef-Objekte auf die entsprechenden Dateien dort. Als netten Nebeneffekt können Sie zusätzlich verbuchen, dass die neuen Projekte dadurch weniger Speicherplatz verbrauchen, denn es müssen ja keine echten Kopien integriert werden sondern nur die Verweise auf die Originale. Dazu müssen Sie jedoch in den Programm-Voreinstellungen die Option für Reduzierte Referenzen beim Speichern des Projekts aktiviert lassen.

Die Option für Zeitversetztes Aktualisieren beim Öffnen des Projekts macht sich vor allem bei Projekten mit vielen komplexen XRef-Szenen bemerkbar, die geladen werden müssten. Ist die Option ausgeschaltet, werden beim Öffnen Ihres Projekts immer automatisch alle dort enthaltenen XRef-Objekte aktualisiert und deren Verlinkungen geladen. Mit aktiver Option wird diese Aktualisierung unterdrückt und muss von Ihnen manuell durch Tastendruck auf die Neu laden-Schaltfläche an jedem XRef-Objekt selbst ausgelöst werden.

Texturpfade

Unter Texturen verstehen wir an dieser Stelle Bilder und Filme, die z. B. in den Materialien der 3D-Szene Verwendung finden. Da diese Dateien nicht direkt in die Szene integriert werden, werden nur die Dateipfade in der CINEMA 4D-Datei gesichert. Verändern sich diese Pfade z. B. durch das Verschieben der Daten in einen anderen Ordner oder das Kopieren auf einen anderen Rechner, kann CINEMA 4D diese Bilder oder Filme nicht mehr finden und erzeugt eine entsprechende Fehlermeldung beim Versuch der Bildberechnung.

Um dem vorzubeugen ist CINEMA 4D bemüht, Texturen an mehreren Stellen zu suchen, bevor es zu so einer Fehlermeldung kommt. Standardmäßig wird immer zuerst im Verzeichnis der gespeicherten Szene gesucht. Dort kann auch zur übersichtlichen Strukturierung ein tex genannter Ordner angelegt werden, in dem alle Bilder und Filme abgelegt werden, die von der Szene genutzt werden.

CINEMA 4D legt direkt bei seiner Installation ebenfalls einen tex-Ordner in seinem Verzeichnis an und sichert dort einige bereits mitgelieferte Bitmaps. Auch an diesem Ort wird daher gesucht, falls ein Bild z. B. nicht im Verzeichnis der Szene gefunden werden kann. Letztlich sollten Sie jedoch selbst dafür sorgen, dass verwendete Bitmaps möglichst direkt im Verzeichnis der Szene oder einem dortigen tex-Ordner abgelegt werden. Dies vereinfacht zudem die Weitergabe der Szene, da hierfür z. B. nur das Szene-Verzeichnis gezippt werden muss. Aus diesem Grund bietet Ihnen CINEMA 4D auch die Funktion Projekt inklusive Bestandteilen speichern im Datei-Menü an. Hierbei werden verwendete Texturen automatisch eingesammelt und mit der Szene in ein neues Verzeichnis gespeichert. Einfacher geht es wirklich nicht mehr, zumindest wenn Sie die Szene weitergeben oder archivieren möchten und dabei keine Textur verloren gehen soll.

Ist dies alles für Sie nicht praktikabel, z. B. weil Bilder in Ihrem Netzwerk generell auf einem Server abgelegt werden, können Sie über die Pfad-Felder auch direkt in den Programm-Voreinstellungen die entsprechenden Pfade zu diesem Server oder natürlich auch zu anderen lokalen Verzeichnisse auf Ihrem Rechner angeben. Verwenden Sie zur Bestimmung der Verzeichnisse die kleinen Schaltflächen am rechten Rand des Dialogs. CINEMA 4D wird dann neben den oben bereits genannten Orten auch in diesen Verzeichnissen nach den verwendeten Texturen suchen, falls sich einmal ein Dateipfad verändert haben sollte. Dabei werden übrigens Unterverzeichnisse automatisch mit in die Suche einbezogen.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier zum Download: CINEMA 4D-Kompendium.

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