CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen – Die Navigation-Einstellungen

Top-Tutorial, Tutorials 28. März 2014 – 0 Kommentare

Wir sind bereits auf die verschiedenen Modi zu Navigation der Kamera in den Editoransichten eingegangen. Sie kennen daher bereits den Cursor-, den Mitte-, den Objekt- und den Kamera-Modus aus dem Kameras-Menü der Editoransichten. Neu ist jedoch hier, dass Sie über einen Klick auf den kleinen Pfeil vor dem Kameramodus-Menü hier gezielt die einzelnen Parameter der Navigationsmodi einsehen und auch noch editieren können. Mit dem Punkt des Interesses ist dabei das kleine Fadenkreuz gemeint, das wir bereits im Editor beobachten konnten. Je nach Kameramodus wird dieses standardmäßig in der Bildschirmmitte, auf der Selektionsachse oder auf der Kameraachse platziert.

CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen - Die Navigation-Einstellungen

Abbildung 1.32: Die Navigation-Einstellungen der Programm-Voreinstellungen

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Die Cursor-Platzierung betrifft dabei die Objekte und Flächen, die für eine manuelle Platzierung des Fadenkreuzes infrage kommen. Bei Alle können beliebige Flächen angeklickt werden, um das Fadenkreuz zu setzen. Selektierte erlaubt nur die Platzierung auf Flächen am aktuell selektierten Objekt. Selektierte und Unterobjekte schließt zusätzlich andere Objekte ein, die über den Objekt-Manager dem selektierten Objekt untergeordnet wurden. Bei Aus ist keine individuelle Platzierung des Fadenkreuzes mehr möglich. Beachten Sie bei der Cursor-Platzierung, dass hierfür ein rechenaufwändiger Berechnungsstrahl bei jedem Mausklick in die Editorfenster losgeschickt werden muss, der hinter dem Mauszeiger nach passenden Flächen sucht. Szenen mit sehr vielen und komplexen Objekten können daher zu einer Verlangsamung bei der Navigation führen, da viele Flächen überprüft werden müssen. Gleiches gilt für die folgende Option mit dem etwas sperrigen Titel Punkt des Interesses für Kamerafahrt verriegeln. Auch hierbei wird ein Berechnungsstrahl zwischen der Kameraposition und dem Mauszeiger erzeugt, der in seiner Verlängerung mit Flächen in der Szene kollidieren kann.

Tritt so eine Kollision auf, wird dieser Auftreffpunkt fixiert und die Kamera kann auf diesen Punkt zu bewegt werden. Dies bedeutet jedoch auch, dass bei extremer Annäherung an diesen Zielpunkt die Kamera nicht weiter herangefahren werden kann. Der Vorteil liegt jedoch in einer gleichförmigen Vergrößerung oder Verkleinerung der Objektdarstellung während der Kamerafahrt, nahezu wie bei einem Zoom.
Bleibt die Option ausgeschaltet, wird unter dem Mauszeiger keine Kollisionsberechnung durchgeführt. Dies bedeutet erst einmal bei komplexen Szenen eine Beschleunigung der Navigation. Zudem können Sie nun problemlos auch Flächen mit der Kamera durchfliegen, da sich der Zielpunkt praktisch mit der Kamera mit bewegt.

Bei Auswahl eines Kameramodus und der Veränderung eines der genannten Parameter wird sich der Kameramodus automatisch zu Eigener verändern. Dies deutet immer darauf hin, dass eine von den vier Grundmodi abweichende Einstellungskombination aktiv ist. Sie kommen jedoch jederzeit über das Kameramodus-Menü wieder zu den Standardmodi zurück.

Das Kamerafahrt zu Cursor-Menü legt fest, in welchen Editoransichten das individuell gesetzte Fadenkreuz als Zielpunkt für die Fahrt genutzt wird. Die Einstellung Aus dürfte sich dabei von selbst erläutern. Hierbei wird automatisch immer nur auf die Bildmitte zu gefahren. Bei Alle Ansichten ist das Setzen eigener Fadenkreuz-Zielpunkte in allen Editoransichten möglich. Bei Auswahl von Orthogonale Ansichten dagegen ist diese Funktion in Ansichten mit Perspektive deaktiviert. Nur die Kamerafahrten in der frontalen, der seitlichen und in der Ansicht von oben sind noch individuell auf den Punkt des Interesses zu erlaubt.

Orthogonale Ansichten synchronisieren verknüpft die Navigation in der frontalen, der seitlichen und der Editoransicht von oben. Das Verschieben oder Zoomen in eine dieser Ansichten hat dann in den anderen beiden Editoransichten den gleichen Effekt. Zudem zeigen diese Ansichten fortan immer den gleichen Raumabschnitt. Dies kann bei der Modellierung nützlich sein, da nicht mehr mehrere Ansichten manuell navigiert werden müssen, um einen bestimmten Objektabschnitt aus mehreren Richtungen zu betrachten. Nachteilig ist bei komplexen Szenen nur, dass durch das permanente Neuzeichnen der Ansichten die Navigationsgeschwindigkeit leidet.

Soll die Drehrichtung der Kamera umgekehrt werden, aktivieren Sie Orbit umdrehen. Das Ziehen der Maus bei gedrückter Taste 3 und gehaltener linker Maustaste in der Zentralperspektive z. B. nach links, kann also je nach Zustand dieser Option sowohl eine Drehung nach rechts oder auch nach links auslösen, je nachdem wie Sie es intuitiver empfinden. Mit den folgenden Prozentwerten können Sie die Navigationsgeschwindigkeit beeinflussen. Dies kann z. B. bei der Nutzung eines Grafiktabletts nützlich sein. Die Schwenk-Geschwindigkeit bezieht sich hierbei auf das Verschieben der Kamera z. B. über das Tastenkürzel 1 in Verbindung mit der linken Maustaste. Kamerafahrt-/Zoom-Geschwindigkeit betrifft das Heranfahren oder sich Entfernen von Objekten, bzw. die Zoom-Funktion, die im Editor u. a. über die Taste 2 abgerufen werden kann. Schließlich ist mit Orbit-Geschwindigkeit die Geschwindigkeit beim Drehen der Kamera z. B. über das Tastenkürzel 3 gemeint.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier zum Download: CINEMA 4D-Kompendium.

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