CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen – Die Interface-Einstellungen

Top-Tutorial, Tutorials 26. März 2014 – 0 Kommentare

Zwar haben wir jetzt bereits eine Menge an Voreinstellungen betreffend die Editoransichten besprochen, es fehlen aber noch die übergreifenden Programm-Voreinstellungen. Sie finden diese ebenfalls im Bearbeiten-Menü von CINEMA 4D. Viele dieser Einstellungen werden Sie wahrscheinlich nie benötigen oder eventuell nur einmalig editieren, aber es macht natürlich dennoch Sinn auch zu diesem Menüpunkt eine kurze Erläuterung zu liefern (siehe Abbildung 1.30).

CINEMA 4D-Grundlagen: Die Programm-Voreinstellungen - Die Interface-Einstellungen

Abbildung 1.30: Die Interface-Rubrik der Programm-Voreinstellungen

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Als erstes fällt dort das Lupen-Symbol in der rechten oberen Ecke auf. Ein Klick darauf blendet eine Suchzeile ein, in die Sie den gesuchten Begriff eingeben können. Versuchen Sie es z. B. einmal mit OpenGL und es werden automatisch nur noch alle Voreinstellungen angezeigt, die diesen Begriff beinhalten. Ein Klick auf das X-Symbol löscht den Suchbegriff und blendet folglich wieder alle Einträge der Voreinstellungen ein.
Zudem finden Sie am unteren Rand des Dialogfensters eine Schaltfläche für Vorein-stellungsverzeichnis öffnen, sowie die entsprechende Pfadangabe. In dieses Verzeichnis speichert CINEMA 4D automatisch alle Voreinstellungen, aber auch installierte Updates oder Plugins hinterlassen hier Spuren. Ein Klick auf die beschriebene Schaltfläche öffnet das entsprechende Verzeichnis im Dateibrowser Ihres Betriebssystems.
Die Programm-Voreinstellungen sind ansonsten auf der linken Seite des Dialogs thematisch vorsortiert. Wir werden die Einträge von oben nach unten kurz durchgehen.

Die Interface-Einstellungen

Hier geht es los mit den grundlegenden Einstellungen für die Sprache und das so genannte Schema. Unter letzterem ist ein Set an vorwiegend farblichen Einstellungen für das Layout gemeint.
Je nachdem, ob man hier lieber in etwas dunklerer Umgebung oder mit hellen Grautönen arbeiten möchte, kann aus zwei Standard-Schemata ausgewählt werden. Diverse Sprachen lassen sich zudem bei Bedarf auch nachinstallieren.

Die nächsten Einstellungen befassen Sie mit der Wahl verschiedener Textfonts. GUI-Schrift beschreibt die Textart, die z. B. in Menüs benutzt wird. Die Nichtproportionale Schrift kommt hauptsächlich bei der Eingabe von Skripten und anderen Programmzeilen zum Einsatz. Beachten Sie, dass Umstellungen dieser Menüs erst nach einem Neustart des Programms sichtbar werden. Durch Anklicken der kleinen Dreiecksflächen können zusätzlich die Größe und der Schriftschnitt vorgegeben werden.

Benötigen Sie anfangs noch Hilfetexte in der so genannten Kontext-Hilfe, können diese hier aktiviert werden. Ansonsten erhalten Sie jedoch auch noch einmal eine kurze Hilfestellung in der unteren Statuszeile des Layouts, sobald der Mauszeiger über einem Icon oder einem Menüeintrag liegt. Je nach eigener Vorliebe können die Menüeinträge neben dem blanken Namen der Funktion auch mit einem Icon und dem Tastenkürzel aufgewertet werden. Die Optionen Icons in Menüs anzeigen und Tastaturkürzel in Menüs anzeigen kümmern sich darum.

Werden in CINEMA 4D neue Objekte aufgerufen, so können Sie selbst wählen, wo diese im 3D-Raum erscheinen sollen. Standardmäßig liegen neue Objekte immer exakt im Ursprung des Weltsystems. Alternativ können Sie jedoch auch Neue Objekte in Ansicht zentrieren lassen. Die Objekte erscheinen dann immer in der Mitte der Editoransicht. Zusätzlich können Sie über die Einordnung in die Hierarchie bereits bestehender Objekte entscheiden. So können Objekte z. B. auch in mehrfach verschachtelten Unterordnungen gruppiert werden. Über das Neue Objekte einfügen-Menü legen Sie exakt diese Eigenschaft neuer Objekte fest.
Hierzu werden Sie bald noch den so genannten Objekt-Manager kennenlernen, der eine Auflistung aller Objekte in der Szene darstellt und sich oben rechts im Standardlayout befindet. So sorgt die Einstellung Oben z. B. dafür, dass neue Objekte immer ganz oben in dieser Auflistung einsortiert werden. Davor und Danach ordnen hingegen ein neues Objekt über oder unter dem aktuell noch ausgewählten Objekt in dieser Liste ein. Bei Darüber und Darunter findet eine hierarchische Einsortierung statt. Das aktuell noch selektierte Objekt wird dadurch entweder dem neuen Objekt untergeordnet (Darüber) oder aber das neue Objekt wird unter dem selektierten Objekt einsortiert (Darunter).

Eine Wurzel hingegen bezeichnet das oberste Objekt einer Objekthierarchie. Sie können sich dies wie einen Dateiordner vorstellen, in dem wiederum andere Ordner und Dateien (Objekte) liegen. In der Wurzel-Einstellung werden neue Objekte also automatisch zu so einem Überobjekt und bekommen die gesamte Hierarchie des aktuell selektierten Objekts untergeordnet. Dieses Konzept der Objekthierarchien wird sich Ihnen spätestens bei der Besprechung des Objekt-Managers vollständig erschließen. Diese Optionen wiederholen sich nun noch einmal für kopierte Objekte und sind im Menü für Kopierte Objekte einfügen zu finden.

Was den Umgang mit den so genannten Multi-Selektionen angeht, so können Sie über die Attribute-Manager Selektionsgrenze eine Obergrenze für die Anzahl gleichzeitig selektierter Elemente definieren. Die Grundeinstellung von 1000 Elementen dürfte nur sehr selten erreicht werden und kann daher vorerst so übernommen werden. Unter einer Multi-Selektion verstehen wir die gleichzeitige Selektion mehrerer Elemente.
Dies können also z. B. 200 Würfel-Grundobjekte sein. Falls alle diese Objekte identische Einstellmöglichkeiten haben, können Sie deren Parameter auch gleichzeitig verändern, also z. B. die Kantenlänge aller Würfel auf einen bestimmten Wert setzen. Dies erspart Ihnen, alle Würfel einzeln editieren zu müssen.

Über den Autor

Dieses Tutorial ist ein Auszug aus dem CINEMA 4D-Kompendium von Arndt von Koenigsmarck. Das komplette CINEMA 4D-Kompendium mit über 850 Seiten Know-how als Download (PDF und ePub) gibt es hier zum Download: CINEMA 4D-Kompendium.

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