Frequently Applied Dusseligkeiten

Tutorials 7. August 2013 – 0 Kommentare

Es gibt Fehler, die man gerne öfter macht: Dieses Tutorial ist perfekt für Einsteiger, die sich wegen genau dieser schnell zu lösenden Probleme die Haare raufen! Merkt euch einfach die fünf Tipps und schont eure Nerven.

Dieses Tutorial ist die vertextlichte Version des zugehörigen Video-Trainings von Uli Staiger – vertextlicht von Maurizio Rudari alias MaoMao. Vielen Dank!

Wir empfehlen:
Projektentwicklung mit CINEMA 4D

Ich habe eine Hitliste von Dingen zusammengestellt, bei denen man sich immer wieder sagt: "Das hätte ich doch wissen müssen." Diese möchte ich euch an einem kleinen Projekt zeigen, bei dem wir eine Tasse formen.

Als Erstes erstelle ich über Objekte einen Zylinder und erhöhe den Radius ein klein wenig. Nun verringere ich den Segmente Umfang und löse ihn etwas gröber auf, denn später wird er durch ein HyperNURBS-Objekt gerendert.

Nun werde ich zuerst mal die Tasse bauen. Deshalb wandle ich es in ein Polygon-Objekt um.

Nun können wir auch schon anfangen und den Innenraum formen. Dazu muss ich in den Fläche-Bearbeiten-Modus gehen und selektiere jetzt mit dem Selektieren-Werkzeug (mit der Live-Selektion) die Oberseite.

Weiter geht es mit dem Kurzbefehl M+W, um innen zu extrudieren, und ein weiterer Kurzbefehl M+T, um zu extrudieren. Wie weit es wirklich geht, werden wir gleich sehen. Ich muss nicht ein zweites Mal jetzt ansetzen im Editor, dann würde nämlich ein weiterer Abschnitt entstehen. Viel schlauer ist es, hier den Offset so zu verändern, dass es passt – etwa so -, und dann könnte man auch schon weitermachen.

Nun nehme ich ein HyperNURBS-Objekt, ziehe den Zylinder hinein und kontrolliere, ob er gerundet ist.

Tipp 1:

Da dies nicht bzw. nur teilweise der Fall ist, muss ich es noch optimieren. Damit der nächste Schritt auf Anhieb klappt, muss ich zuerst alles deselektieren. Denn wenn man vergisst, dass hier drinnen noch eine Selektion offen ist (das passiert einem sehr schnell), passiert einfach gar nichts. Diese offene Selektion verhindert alles! Dann könnt ihr auch weder vernünftig schneiden noch runden noch sonst irgendetwas machen.

Dazu gehe ich auf Selektieren>Alles deselektieren. Nun könnte ich direkt in Mesh>Befehle>Optimieren gehen.

Es ist nicht immer unbedingt notwendig, aber manchmal ganz schlau, nicht direkt auf das Wort zu klicken, sondern das kleine Menüpünktchen zu wählen. So bekommt ihr den Dialog, bei dem ihr die Optimierung einstellen könnt. In meinem Fall brauche ich nichts daran zu ändern, denn alles mit einer Toleranz von 0.01 cm soll gelöscht werden.

Jetzt haben wir eine schöne runde Tasse.

Tipp 2:

Mir ist sie aber zu rund. Das liegt an diesen Dreiecken, und Dreiecke sollte man auf jeden Fall meiden. Denn Dreiecke sorgen für diese hässlichen Schattierungen, die man auf gar keinen Fall haben möchte.

In diesem Fall ist das aber eine Kleinigkeit. Ich nehme mir einfach das Messer (dieses finde ich unter Mesh>Erstellen>Messer) und hole mir das im Loop-Modus, …

… sodass ich einmal hier unten und am besten auch innen schneiden kann.

Wenn man jetzt mal das HyperNURBS anschaut, erkennt man: Oh, keine Dreiecke mehr! Also merk dir: Dreiecke, wenn es irgendwie geht, vermeiden.

Nun duplizier ich das Objekt; das geht ganz einfach mit Ctrl+C und Ctrl+V.

Tipp 3:

Jetzt würde ich es gerne auf die Seite schieben, aber es geht nicht, obwohl ich im richtigen Modus bin und das richtige Werkzeug ausgewählt habe, und doch ist das Werkzeug nicht da. Hier kann es sein, dass sich das Objekt in der 3D-Achse nicht verschieben lässt. Da habt ihr sicher mal über Alt+D die 3D-Achse ausgeblendet, und genau mit dem gleichen Befehl könnt ihr sie auch wieder einblenden. Dieser Befehl macht auch Sinn, denn sie kann einem bei einer Live-Selektion schon mal im Weg sein.

Nun kann ich die Tasse wie gewünscht auf die Seite schieben.

Was sind noch Dinge, die einen neben der Selektion und der ausgeblendeten 3D-Achse wahnsinnig machen? Eine Sache ist noch verhältnismäßig häufig, habe ich festgestellt. Wir legen mal einen Boden an und verschieben ihn mit dem grünen Pfeil der 3D-Achse nach unten an die Stelle, wo er hingehört. Man muss es jetzt nicht genau treffen.

Nun beleuchten wir unsere Szene mal. Dazu nehme ich gerne ein Physikalisches Himmels-Objekt.

Aufgepasst: Es geschieht des Öfteren, dass man den Himmel anwählt, weil der einfach als erster in der Liste erscheint und der Physikalische Himmel auf der rechten Seite überhaupt nicht wahrgenommen wird.

Und dann hat man wie auf dem Bild zu sehen ein graues Nichts als Hintergrund.

Mit dem normalen Himmel kann man toll beleuchten, indem man ihm eine HDRI zuordnet; aber wenn ich ganz simpel mit echten Wolken, mit echtem Himmel beleuchten möchte, brauche ich den anderen.

Wenn ich den Physikalischen Himmel anwähle, …

… kann ich den auch so drehen, bis die Sonne da ist, wo ich sie haben möchte.

Nun sollte man das Ganze aus einer anderen Perspektive betrachten. Dazu schalte ich die Kamera ein und stelle die Brennweite auf 70mm und … nichts passiert. Das Einzige, was man sieht, ist, dass sich das Viereck von der Kamera verändert hat. Es scheint etwas stärker zu fokussieren.

Tipp 4:

Die Kamera muss einschaltet werden, damit ich auch durch die Kamera sehen kann. Solange die Kamera im Bild sichtbar ist (hier durch den grünen Pfeil angezeigt), ist sie ausgeschaltet.

Bleibt noch als 5. und letzter Tipp:

Auch diesen Tipp gebe ich sehr gerne weiter, weil ich es schon häufig gesehen habe und es auch mir ab und zu noch mal passiert, vor allem, wenn die Szenen etwas komplexer aussehen.

Ich würde also ganz gerne mal sehen, wenn ich das Glanzlicht hier etwas kleiner mache. Ich lege also ein Material an. Ich weiß, dass, wenn ich im Material-Editor etwas verändere, es gleich angezeigt wird. Ich verändere die Breite und die Höhe des Lichts, aber es verändert sich nichts. In der Vorschau sehe ich, dass etwas passieren müsste, aber auf der Szene nicht.

Warum das? Auch hier der Klassiker: Es ist noch nicht zugewiesen (gerade wenn man viele und ähnliche Objekte hat, viel mit Materialien experimentiert, sehr ähnliche Materialien hat, kommt das tatsächlich immer wieder vor). Erst wenn es zugewiesen ist, können die Änderungen umgesetzt werden. Also immer darauf achten, dass das Material zugewiesen ist. Wenn nichts passiert, immer zuerst kontrollieren, ob ihr das Material zugewiesen habt.

Noch mal zusammengefasst:

• Ist die 3D-Achse ein- oder ausgeblendet?
• Habt ihr das Himmels-Objekt oder den Physikalischen Himmel?
• Haben wir vielleicht noch irgendwo verdeckte Selektionen?
• Ist die Kamera ein- oder evtl. noch ausgeschaltet?
• Ist das Material auch richtig zugewiesen?

Wenn ihr diese Dinge ganz kurz durchgeht, könnt ihr euch eine ganze Menge Nerven sparen. Denn dann werdet ihr immer wieder darauf hingewiesen.

Wir empfehlen:
Maxon BodyPaint 3D-Video-Training

Unsere Empfehlung für dich

Cinema 4D für Einsteiger – für R16/R17/R18

Cinema 4D für Einsteiger – für R16/R17/R18

Überschreite mit unserem neuen und sagenhaften Standardwerk für Cinema 4D die Grenzen der Wahrnehmung. Das Release 16 ist das beste Update, das Maxon je herausgebracht hat!

  • Neue Funktionen von R16, R17 und R18 im Detail erklärt
  • In über 15,5 Stunden Video-Training Cinema 4D von A bis Z ergründen
  • PLUS 850 PDF-Seiten und Arbeitsmaterialien
  • Maximales Kreativtraining: Nachbau des Covermotivs

Zum Training

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Folgende HTML-Elemente sind erlaubt:<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>